LUXEMBURG
INGO ZWANK

Luxemburg erinnert sich: Am 16. Dezember 1944 begann die Ardennenoffensive

D’Amerikaner sinn do!“ Am 9. September 1944 überquert die 5. US-Panzerdivision die Grenze in Petingen. Nach bitteren Jahren unter der Herrschaft des Nazi-Regimes war der lang ersehnte Moment der Befreiung gekommen. Doch im Dezember 1944 stießen drei deutsche Armeen auf einer breiten Front nach Westen vor. Dies war der Beginn der Ardennenoffensive, im Englischen „Battle of the Bulge“ genannt - es war ein letzter verzweifelter Versuch der deutschen Wehrmacht, die alliierten Linien zu schwächen.

So marschierte am 16. Dezember 1944 die 6. SS-Panzerarmee, die 5. Panzerarmee und die 7. Armee in die Ardennen. Mit dieser Operation, die den Codenamen „Wacht am Rhein“ trug, wollte Hitler die alliierten Armeen durch einen Überraschungsangriff zerschlagen und die Brücken über die Maas einnehmen. So wollte er über Lüttich auf den Hafen von Antwerpen vorzurücken. Die Schlacht dauerte über sechs Wochen und forderte auf beiden Seiten zahlreiche Opfer.

US-Präsidialdelegation anwesend

„Um den Opfern und dem Heldentum der amerikanischen und alliierten Soldaten und Frauen während der Ardennenschlacht vor 75 Jahren zu gedenken“, wie sich der amerikanische Botschafter in Luxemburg, J. Randolph Evans, ausdrückte, stehen unter anderem einige Veranstaltungen in Abstimmung mit der American Battle Monuments Commission auf dem „Luxembourg American Cemetery“ in Hamm an.

Am gestrigen Freitag fand so auf dem Ehrenfriedhof eine sogenannte „Luminary Commemoration“, eine „leuchtende Veranstaltung (Kerzenbeleuchtung)“, statt, zu der auch die Öffentlichkeit geladen war.

Am Montag, 16. Dezember, findet um 15.30 eine weitere Gedenkfeier zum 75. Jahrestag der Ardennenschlacht auf dem amerikanischen Ehrenfriedhof in Hamm statt. Die Öffentlichkeit ist ebenfalls zu dieser Veranstaltung eingeladen. Anwesend wird hier eine US-Präsidialdelegation unter Führung des U.S. Verteidigungsministers Mark T. Esper sein.

Botschafter Evans freute sich, die Ankündigung der Präsidialdelegation im Großherzogtum Luxemburg und im Königreich Belgien mitzuteilen, der auch er angehören wird. Weitere Mitglieder der Delegation wrden Ronald J. Gidwitz, US-Botschafter im Königreich Belgien, Kay Bailey Hutchison, Ständiger Vertreter der Vereinigten Staaten bei der Nato, General Mark A. Milley, Vorsitzender der Generalstabschefs und David J. Urban, Vorsitzender der „American Battle Monuments Commission“, sein. Im Vorfeld der gestrigen Gedenkfeier haben Luxemburgs Minister Henri Kox, Generalmajor (a.D.) William M. Matz, Sekretär der „American Battle Monuments Commission“ und US-Botschafter Evans eine gemeinsame Erklärung unterschrieben, in der sie sich zur Förderung der Interessen rund um dem Ehrenfriedhof Hamm bekennen.

Viele weitere Gedenkfeiern im Land

Morgen wird in diesem Zusammenhang eine Initiative mit dem Titel „Keystone in the Way“ vorgestellt, die in der Errichtung einer Reihe von erklärenden Diagrammen und Panels mit mehrsprachigen Texten, Fotos und Grafiken besteht, neben vorhandenen Denkmäler, um den Besuchern die Umstände und historischen Fakten des Winters 1944/45 besser zu erklären.

Insbesondere soll „Keystone in the way“ auch die Rolle von die 28. US-Infanteriedivision zur Verteidigung des Nordens von Luxemburg in den ersten Tagen der Ardennen-Offensive beleuchten.

Die Charts und Panels werden während des gesamten Sonntags eingeweiht, in Ettelbrück beginnend und endend in Clerf.

Auch viele andere Ortschaften kündigten Gedenkfeierlichkeiten an, so wurde bereits am Donnerstagabend in Osweiler unter anderem die Ausstellung unter dem Motto „D’Amerikaner sinn do!“ vorgestellt, die bis in den Januar zu sehen ist.