Dass Opposition scheiße ist, ist gewusst, aber wie verzweifelt muss man sein, wenn man als Oppositionspartei dazu übergeht, auf der eigenen Facebook-Seite ausgerechnet einen Artikel derjenigen Zeitung zu posten, die man in früheren, nicht-oppositionellen Zeiten schlichtweg ignoriert hat. So geschehen gestern, als sich die größte aller Oppositionsparteien doch tatsächlich auf einen Artikel der Kommunistenzeitung berief, „déi et kloer op de Punkt bréngt“, wie es vonseiten der CSV nicht ohne Stolz heißt.
Und das alles, weil die DP es gewagt hatte, der CSV auf ihrem Neujahrsumtrunk vorzuwerfen, während den Budgetdebatten keine eigenen Ideen vorgelegt zu haben, was der „Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek“-Mann aber anders sieht, habe die CSV doch „sehr wohl“ Alternativen vorgelegt. Da verstehe einer die Welt... Leicht unverständlich ist aber auch das Resultat des jüngsten „T“-Polit-Thermometers, wo der LSAP-Arbeitsminister es im Ostbezirk fertig bringt, gleichzeitig verlorenen Boden gutzumachen - „Nicolas Schmit holt auf“ - und auf der Negativliste („Wer sollte in Zukunft keine wichtige Rolle spielen?“) auf Platz drei zu stehen, hinter adr-Politpensionär Robert Mehlen und DP-Kulturbotschafterin Maggy Nagel. Es ist eine fremde, seltsame Welt...


