LUXEMBURG
LIZ MIKOS

Die Band Arduinna‘s Dawn arbeitet zurzeit an ihrer Debut-EP

Den Namen Arduinna’s Dawn sollten sich Liebhaber von Symphonic Metal schnellstens einprägen, denn die junge Band aus Luxemburg arbeitet derzeit an ihrer Debüt-EP. Bei der orchestralen und symphonischen Metalband steht vor allem das Keyboard im Vordergrund und bietet den fünf jungen Musikern die Möglichkeit, Instrumente zu integrieren, die nicht zwingend auf der Bühne stehen müssen - Klangvielfalt garantiert. Anfang Sommer soll es dann soweit sein, die vier ersten Songs der Künstler sollen im Rahmen einer Release-Show veröffentlicht werden. Ein Datum steht zurzeit noch nicht fest, doch wer schon einen Vorgeschmack haben möchte, kann sich bereits die erste Singleauskopplung „Frozen“ anhören. Den Weg hin zum Endprodukt EP erklären drei der fünf Mitglieder im Interview.

Wie habt ihr als Band zusammengefunden?

Jimmy Schumacher Das hat eigentlich mit einer Anzeige auf Facebook gestartet, auf die wir uns alle nach und nach gemeldet haben. Andy kannte ich schon vor der Bandgründung und habe ihn gefragt, ob er mit einsteigen möchte. Die anderen Mitglieder hingegen kannten wir bei der Entstehung der Gruppe noch nicht und mussten erst herausfinden, ob wir auf derselben Wellenlänge sind. Im Frühling 2016 fanden wir dann erstmals zusammen, hatten aber noch keine wirkliche musikalische Erfahrung, haben quasi bei Null angefangen und sind zuallererst in einen Lernprozess eingestiegen. Die richtigen Proben begannen 2018 in der Rockhal.

Wie muss man sich die Arbeit an euren Songs vorstellen?

Natascha Schmit Man kann eigentlich sagen, dass Jimmy unser Komponist ist. Er hat meistens die Ideen, schreibt das Instrumental mit einer Gesangsspur, schickt uns das und ich lasse es dann ein Weile auf mich wirken und schreibe anhand der Songatmosphäre die Lyrics.

Andy Schanen Was Jimmy schreibt ist meistens das Grundgerüst, oft sogar schon mehr als nur das. Wenn wir die Lieder dann zusammen spielen, merken wir vielleicht manchmal, dass am Gitarrenriff noch gefeilt werden muss, aber das sind eigentlich immer nur technische Feinheiten, wo jeder bei seinem Instrument schaut, was noch gemacht werden kann, um den Song und den Sound zu perfektionieren.

Wie habt ihr euch auf den Bandnamen geeignet?

Andy Anfangs hatten wir einen anderen Namen, der allerdings keinem von uns gefallen hat: „Enjoying Insanity“. Es hat überhaupt nicht zu uns gepasst und war eigentlich einfach ein nicht durchdachter Projektname. Als wir dann auf der Suche nach einem neuen Namen waren, haben wir uns einige Kriterien aufgestellt, die erfüllt werden mussten: Man sollte ihn sich gut merken können, er durfte nicht zu kompliziert sein und sollte selbstverständlich zum Genre passen. Danach sind wir ganz demokratisch an die Sache herangegangen: Jeder konnte sich fünf Namen ausdenken, dann wurde für den besten abgestimmt. Mit dem auserkorenen Namen waren wir aber tatsächlich am Tag darauf schon nicht mehr zufrieden. Unsere damalige Sängerin kam später mit dem Vorschlag Arduinna’s Dawn.

Ihr habt erst seit kurzem einen neuen Bassisten: Wie verläuft die Suche nach neuen Bandmitgliedern?

Natascha Das ist immer situationsabhängig. Als ich neu hinzu kam, war das eher ein Zufall. Ich war beim ersten Konzert dabei und habe mitbekommen, dass die Sängerin aus persönlichen Gründen aus der Band austreten wollte und habe mich gleich spontan zum Vorsingen gemeldet. Das hat zum Glück auf Anhieb harmoniert.

Andy Bei Natascha war es auch tatsächlich so, dass wir nicht aktiv auf der Suche waren, da sie das recht spontan mitbekommen hat. Beim Bassisten war das etwas anders, weil wir nicht wirklich jemanden in Aussicht hatten. Wir haben uns bei Freunden umgehört und auf Facebook einen Aufruf gestartet. Daraufhin hatten wir uns zwei Personen ausgesucht, mit denen wir Proben wollten. Einer der beiden hatte leider Schwierigkeiten unsere Songs zu lernen und zu spielen und ist gar nicht erst zur Probe erschienen. Bei dem anderen hat es musikalisch wie auch menschlich schnell gepasst, da waren wir uns schon nach dem ersten Treffen ziemlich sicher, dass das klappen würde.
Wie habt ihr entschieden, welcher Song die erste Single wird?

Natascha „Frozen“ war das erste Stück, das wir komplett fertig hatten, worüber ich mich persönlich sehr gefreut habe, weil es mein absolutes Herzenslied ist. Es ist die einzige Ballade in unserem derzeitigen Repertoire und die Geschichte liegt mir sehr am Herzen. Man kann den Song als Märchen beschreiben, bei dem ein Mädchen von einer Klippe aus zuschaut, wie ihr Freund davon segelt. Jahrelang wartet sie auf ihre Rückkehr, leider umsonst, denn am Ende friert ihr Herz und das Mädchen stirbt. Demnach ist es ein sehr trauriges Märchen. Für mich als Romantikerin und Träumerin, wurde dieses Stück sehr schnell zu meinem Favoriten.

Ihr seid noch mit den Aufnahmen der EP beschäftigt: Wie muss man sich diese Prozedur vorstellen?

Jimmy Wir mussten uns als erstes darauf festlegen, welche Lieder es auf die EP schaffen, da wir ja schon mehr als diese vier Songs fertig haben. Live spielen wir mittlerweile ein Set von rund einer Stunde, da musste also erst wieder demokratisch abgestimmt werden. Die Instrumente und den Gesang haben wir größtenteils zuhause aufgenommen. Nur die Aufnahmen des Schlagzeugs fanden in der Rockhal statt, da man für diese mehr Know How und Mikros benötigt. Später habe ich dann alles den richtigen Liedern zugeordnet. Mittlerweile sind die Aufnahmen bei unseren Freunden Mich und Mario in Köln, die dort ihr eigenes kleines Studio „Colour Radio“ haben und uns sehr helfen und aktuell auch die meiste Arbeit mit unserer Musik haben, da sie sich um den finalen Mix kümmern. Es ist natürlich eine Herausforderung, wenn man das noch nie zuvor gemacht hat, was auch einer der Gründe ist, warum wir uns für eine EP statt für ein Album entschieden haben. Durch diesen Lernprozess wissen wir, was wir beim Album noch besser machen können und können vielleicht Problemen, die wir jetzt hatten in Zukunft ausweichen.

Gibt es einen Fun Fact über Arduinna‘s Dawn?

Jimmy Als wir die Band gegründet haben, sollte ich eigentlich singen und nicht Keyboard spielen. Weil für unser Genre allerdings das Keyboard sehr wichtig ist und wir niemanden gefunden haben, der diese Rolle übernehmen konnte, habe ich mir das Spielen selbst beigebracht. Irgendwann werde ich aber sicherlich auch noch zum Singen kommen, nicht auf der EP, aber vielleicht auf dem Album dann (lacht).