LUXEMBURGPIERRE MATGEN

Die Eierkoch- und Färbemaschinen des Geflügelhofs Mathay in Michelau läuft derzeit auf Hochtouren

Der Geflügelhof Mathay, „op der Fléiber“ nahe Michelau ist der einzige in Luxemburg, der neben der Produktion von Frischeiern eine vollautomatische Koch- und Färbemaschinen für gekochte Eier hat.

Bis zu 48.000 Legehennen aus Bodenhaltung, aufgeteilt in acht Gruppen, legen pro Tag bis zu 30.000 Eier. Die Futtermittel werden direkt von einem spezialisierten Hersteller geliefert und sind garantiert Gentechnik-frei. Neben den Eiern, die vor der Verpackung nach Qualitätskriterien sortiert werden, produziert der Hof auch pasteurisiertes Vollei für die Verarbeitung in Bäckereien. Hauptabnehmer der Produkte sind neben privaten Kunden auch die führenden Luxemburger Supermärkte, welche die frische Produktion in der Nähe schätzen.

Der Hof Mathay beschäftigt vier Mitarbeiter. Das „Journal“ unterhielt sich mit dem Besitzer Tom Mathay über das Projekt „gekochte und gefärbte Eier“.

Warum haben Sie die Entscheidung getroffen, auch gekochte und gefärbte Eier herzustellen?

Tom Mathay Ganz nach der Devise „Vom Hof frisch auf den Tisch“ und wegen der großen Nachfrage beschloss ich, einen Teil der Eier in einem zusätzlichen Arbeitsgang hart zu kochen und zu färben. Dies ermöglicht eine 2013 in Betrieb genommene vollautomatische Koch- und Färbemaschine der Marke „EBM Bergmeier“.

Diese in der Großregion einzigartige Einrichtung verarbeitet pro Stunde 2.800 Eier. Neu ist die Spritz-Lacktechnik mit einer umweltfreundlichen Lebensmittelfarbe. Dabei können die Farbmotive dem Wunsch der Kunden angepasst werden.

Mit diesem neuen Produkt „Made in Luxembourg“ will ich den Kunden nicht nur zur Osterzeit, sondern das ganze Jahr über hart gekochte Eier mit angepassten Farbmotiven anbieten, zum Beispiel als gesunder, praktischer Snack zum direkten Verzehr. Ein großer Vorteil ist die Produktion nahe am Kunden. Die Eier werden in Michelau gelegt, gekocht und gefärbt. Da die Nachfrage für gefärbte Eier zu Ostern besonders groß ist, kann es - wie jetzt- zu Engpässen, kommen.

Wieso gibt es diese Lieferprobleme?

Mathay Vor dem Kochen sollten die Eier mindestens zehn Tage alt sein, aber nicht älter als maximal drei Wochen. Eier kann man nicht wie viele andere Produkte länger lagern. Als regionaler Betrieb halte ich mich strikt an diese Auflagen.

Trotz großer Nachfrage kann ich einige Kunden bis Ostern nicht mehr beliefern. Die Haltbarkeit eines gekochten Eis beträgt zirka vier Wochen. Sie ist auf der anspruchsvollen Verpackung vermerkt.Wie steuern Sie die Produktion für ein Lebensmittelprodukt, bei dem die Haltbarkeit besonders wichtig ist?

Mathay Für gekochte und gefärbte Eier ist zur Osterzeit die Nachfrage groß, während Frischeier besonders vor Weihnachten gekauft werden. Da ich über acht Gruppen von je 6.000 Legehennen verfüge, die im Schnitt während einem Jahr Eier legen, müssen diese regelmäßig ausgetauscht werden.

Nach dem Austausch dauert es in der Regel drei Wochen, bis die Hennen legeträchtig werden. Also versuche ich, die Gruppen in der Zeit zwischen Ostern und Weihnachten auszutauschen.

Wie sehen Sie die Zukunft Ihres Betriebes?

Mathay Inzwischen sind die „Fresch Eer vu Mechela“ bestens auf dem Luxemburger Markt integriert. Den Betrieb will ich in seiner jetzigen Größenordnung weiter führen. Dabei soll vor allem die Qualität weiter im Vordergrund stehen.