LUXEMBURG
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Maximal erlaubte Konzentrationsschwelle des Gases überschritten - Erhöhtes Risiko für die Gesundheit

Zusätzlich zur Hitze gibt es noch eine weitere Belastung: das Ozon, ein Gas, das sich bei intensiver Sonneneinstrahlung bildet. Am Mittwochabend meldete das Umweltministerium eine Konzentration von 183 Mikrogramm pro Kubikmeter an der Messstation Vianden. Damit ist die sogenannte „Informationsschwelle“ von 180 µg/m3, so wie sie in der großherzoglichen Verordnung vom 2. April 2003 über die Anwendung der Richtlinie 2002/3/EG über den Ozongehalt der Luft definiert wird, überschritten.

Im Klartext bedeutet das, dass nun ein erhöhtes Risiko für die menschliche Gesundheit von besonders empfindlichen Bevölkerungsgruppen besteht. Dies betrifft insbesondere ältere Personen, Kinder und Patienten mit Atem- und Herzbeschwerden. Diesen Personen empfiehlt die Regierung, insbesondere zwischen 12.00 und 24.00 intensive physische Anstrengungen im Freien zu meiden.

Im Inneren der Gebäude ist die Ozonkonzentrationen übrigens generell auf die Hälfte reduziert. Das Umweltamt nimmt mithilfe eines automatisierten Netzwerkes der Fernüberwachung der Luftqualität kontinuierliche Messungen, unter anderem der Konzentration des bodennahen Ozons, vor. Hierzu wurde eine interaktive Kartografie eingerichtet, welche es erlaubt sich in Echtzeit über den Stand der Konzentration bestimmter relevanter Luftschadstoffe in Kenntnis zu setzen. Sie kann auf dem Internetportal www.emwelt.lu (Rubrik: Liens rapides / Qualité air) eingesehen werden.

Geschwindigkeitsbeschränkung auf 90 km/h

Da der Straßenverkehr und der Gebrauch organischer Lösungsmittel zu den wichtigsten Quellen der umweltschädlichen Vorläufergase (nämlich der Stickoxide und der flüchtigen organischen Verbindungen) gehören, welche zur exzessiven Bildung von Ozon führen, sind folgende verbindliche Bestimmungen im Kampf gegen die hohen Ozonkonzentrationen anzuwenden: Beschränkung der Geschwindigkeit der Kraftfahrzeuge auf den Autobahnen auf 90 km/h (gemäß Artikel 156bis der Straßenverkehrsordnung) ab 160 Mikrogramm pro Kubikmeter. Empfohlene Vorkehrungen: nicht das Auto sondern die öffentlichen Transportmittel benutzen; jegliche Nutzung von Fahrzeugen mit hohen Abgaswerten, insbesondere solcher ohne Katalysator und alter Fahrzeuge mit Dieselmotor, vermeiden; den Gebrauch von Farbe und anderen Produkten, welche organische Lösungsmittel enthalten, vermeiden.

Die Symptome

Ozon und die Gesundheit

Die Symptome, welche je nach Person und Anfälligkeit verschieden sind, können folgende sein: Reizung von Augen und Rachen; Verringerung der Atemfunktion; Vermehrung der Atemwegsinfektionen; Kopfschmerzen; vermehrtes Auftreten von Asthmaanfällen; Verminderung der sportlichen Leistungen.