LUXEMBURG
MARTINE HANSEN

Die Nordabgeordnete Martine Hansen übernahm am Mittwoch den Vorsitz der 21 Mitglieder zählenden CSV-Fraktion von Claude Wiseler. Mit Hansen dürfte die Oppositionsarbeit härter werden.

„Am 14. Oktober 2018 haben 28,31 Prozent der Wählerinnen und Wähler ihre Stimme für die CSV abgegeben. Das sind nicht alle Stimmen, aber immerhin fast ein Drittel. Am 5. Dezember haben 15 der 19 anwesenden Fraktionskollegen für meine Kandidatur als Fraktionspräsidentin der CSV gestimmt. Das sind auch nicht alle Stimmen, aber viele. All dies verpflichtet.

Als Vorsitzende der CSV-Fraktion werde ich mich stets bemühen, zusammen mit meinen Kollegen eine pflichtbewusste und vertrauenswürdige Oppositionspolitik in den nächsten fünf Jahren zu definieren und umzusetzen. Parteispiele oder Klein-Klein-Spiele sollen vermieden werden. Sie sind kontraproduktiv und dienen nicht der Allgemeinheit.

Die CSV wird sich konstruktiv einbringen. Sie wird aber ihre Kontrollaufgabe wahrnehmen und die Regierungsarbeit auf Herz und Niere prüfen. Oppositionsarbeit im Dienste der Demokratie soll fair, aber hart ausgerichtet sein. Wir erwarten uns aber auch, dass die Regierung ihre Aufgaben verantwortungsvoll übernimmt und sich auf einen konstruktiven Dialog mit der Opposition einlässt.

Eine Fraktion besteht aus vielen einzelnen Talenten und individuellen Kompetenzen. Im Falle der CSV sind es 21 Abgeordnete, die jeden Tag ihre Fähigkeiten in den Dienst der Allgemeinheit stellen. Aber jeder Einzelne von uns, und sei er noch so begabt, wird allein kaum etwas bewirken. Es ist das Zusammenspiel Aller, die gebündelte Erfahrung, die die Stärke einer Fraktion ausmacht. Ich bin ein Team-Mensch, und ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit meinen beiden Vize-Präsidenten Gilles Roth und Léon Gloden, und die vielen offenen Diskussionen und den Austausch innerhalb der CSV-Fraktion. Nicht nur die Oppositionsarbeit, sondern auch die Teamarbeit innerhalb der Fraktion soll durch offene Kommunikation und konstruktiven Dialog gekennzeichnet sein. Jedes Mitglied soll sich einbringen können.

Wer nach vorne sehen will, darf nicht nach hinten denken. Ich schaue resolut nach vorne, und ich habe guten Grund dazu. Meine Fraktionskollegen und ich sind motiviert, unsere Wähler gut zu vertreten und für das Vertrauen, das sie uns ausgesprochen haben, hart zu kämpfen. Wir wollen auf die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger und die Herausforderungen der Zukunft eine Antwort finden. Wir wollen das Land nach vorne bringen. ‚Packen wir es an‘ ist dann auch unsere Devise für die nächsten fünf Jahre!“