LUXEMBURG
LIZ MIKOS

Anhand von Märchen erlernen die Schüler der „classe de cohabitation du centre régional d’éducation différenciée Rumelange/Roeser“ wichtige Kompetenzen

Noch bis zum nächsten Montag findet im Lycée Nic Biever das wöchentliche Treffen der neun Schüler mit dem Theater-Pädagogen Gilles Seyler statt. Diese Aktivität soll den Schülern ermöglichen, sich frei auszudrücken. Zum Projekt „la culture au service de la réussite“ gehört aber durchaus mehr. Neben dieser Aktivität erlernen die Schüler nämlich, anhand von Märchen, dies immer dienstags und donnerstags, wichtige Kompetenzen, die sie sowohl im schulischen als auch im sozialen Bereich weiterbringen. Hier bekommen die Schüler anfangs die Märchen der Gebrüder Grimm vorgelesen, und mit ihrer Entwicklung wächst auch der Schwierigkeitsgrad der Geschichten. Die Lehrerinnen, Paula Rotink und Gaby Weber, haben dieses Projekt vorgestellt und vorgeschlagen bekommen, und sich mit ihrer Klasse dazu entschieden, daran teilzunehmen. Im „Journal“-Interview erklären die vier Schülerinnen Mallory Graffe, Lyn Blaschette, Debora Bruckmann und Jill Hoffmann dieses Projekt und was ihnen daran besonders gefällt.

Könnt ihr mir kurz erklären, um was es bei diesem Projekt geht?

Jill Hoffmann Wir machen ein sogenanntes „Märchen-Projekt“. Hier geht es darum, dass wir von unseren Lehrerinnen während 20 Minuten Märchen vorgelesen bekommen und wir müssen aufmerksam zuhören. Diese Aktivität findet zweimal die Woche statt. Danach bekommen wir Verständnisfragen oder auch die eine oder andere eher philosophische Frage zum Text gestellt. Hier wird getestet, ob wir durchgehend aufgepasst haben und den Inhalt und Sinn der Geschichte verstanden haben.

Was bereitet euch an diesem Projekt besonders viel Spaß?

Lyn Blaschette Einer der Spaßfaktoren ist für mich, mir die Märchen anzuhören. Ich finde die Geschichten toll, was das Zuhören auch erleichtert. Außerdem mag ich, dass wir danach immer in Gruppen arbeiten.

Was gefällt euch an der Arbeit mit Gilles Seyler?

Mallory Graffe Mir gefallen die kleinen Theatereinlagen, die wir jedes Mal mache. Sie bringen etwas Abwechslung in unseren Alltag und ermöglichen uns, uns frei auszudrücken.

Debora Bruckmann Mir gefällt, dass die Aktivitäten mit Gilles immer zu unseren Märchen passen. Wir haben, beispielsweise, viele Märchen von den Gebrüdern Grimm gehört. Die Themen die dort aufgetreten sind, haben wir mit Gilles, anhand von Theater-Aktivitäten, nachgespielt. Er gibt uns, zum Beispiel, ein Thema vor, und wir stellen dieses dann so nach, wie wir uns die Szene vorstellen.

Was sind eure Lieblingsthemen in den Geschichten?

Graffe Meine Lieblings-Szenen beinhalten meistens die Prinzessin und ihren Prinzen, demnach ist mein Lieblingsthema auch die Liebe. Ich finde es immer wieder schön, mir ein neues Happy End anzuhören.