Da hat sich die Erzbistumszeitung in ihrer gestrigen Ausgabe im Zusammenhang mit der Vorstellung der christlich-sozialen Brüsselliste aber mal wieder recht intensiv an ihr Credo „Feind, Todfeind, Parteifreund“ gehalten, denn wer solche Freunde hat, der braucht tatsächlich keine Feinde mehr. Uns gefallen zwar auch nicht alle Kandidaten und -innen auf der (nach strengsten paritätischen Regeln zusammengewürfelten) CSV-Europaliste, aber dann direkt mit „Nicht nur sympathische Gesichter“ zu titeln, das geht sogar uns zu weit, denn derartig desaströse Panzerknacker-Visagen, wie es die „Wort“-Überschrift vermuten lässt, haben die CSV-Kandidaten und -innen dann doch nicht.

Wahrscheinlich hat sich die verantwortliche Journalistin einfach nur etwas unglücklich ausgedrückt, eine Tatsache, die Fußballtrainer Giovanni Trapattoni (der gestern 75 wurde) einmal wie folgt beschrob: „Wörter sind sehr einfach. Wer kann machen, machen. Wer kann nicht machen, sprechen. Wer kann nicht sprechen, der schreiben.“ Und wer bei der LSAP ist, der twittert, so z.B. auch Alex Bodry: „Komesch. Bei der CSV Europalescht get méi geschwaat iwer déi di net drop sin wéi iwert dKandidaten“. Schon wieder Wahlkampf...