LUXEMBURG
JACQUELINE KIMMER

Bei strömendem Regen: „Parc Mansfeld“ in Luxemburg-Clausen eingeweiht

Mit einem „Quartiersfest“ wurde am gestrigen Spätnachmittag der „Parc Mansfeld“ in Luxemburg-Clausen seiner Bestimmung übergeben. Zu dieser Feierstunde konnte Hauptstadtbürgermeisterin Lydie Polfer unter anderem Guy Arendt, Staatssekretär im Kulturministerium, begrüßen. Und auch der strömende Regen konnte der vorherrschenden guten Laune keinen Abbruch tun. Begangen wurde diese Einweihung im Rahmen der Feierlichkeiten zum 500. Geburtstag von Peter-Ernst von Mansfeld (1517-1604), über 60 Jahre lange Gouverneur des Herzogtums Luxemburg und Besitzer einer Renaissance-Domäne in Herzen von Clausen.

Historisches und kulturelles Patrimonium der Hauptstadt erhalten

Wie Bürgermeisterin Lydie Polfer gestern unterstrich, hat die Stadt Luxemburg, in der Sorge das historische und kulturelle Patrimonium der Hauptstadt zu erhalten, in den Jahren 1987 bis 2002 die Grundstücke der Mansfeld-Domäne aufgekauft. Zwischen 2003 und 2007 wurden hier archäologische Grabungen vom „Centre national de recherche archéologique“ durchgeführt. Dank dieser Grabungen konnten einige seltene Überreste aus dem 16. Jahrhundert, die zum Schloss „La Fontaine“ des Grafen von Mansfeld gehörten, freigelegt werden: Ein Neptun-Becken, eine künstliche Grotte, der Sankt Peter- und der Venus-Brunnen.

Ein ambitiöses Vorhaben

Im Jahr 2015 hat die Stadt Luxemburg beschlossen, hier unter anderem einen Park und eine archäologische Zone einzurichten. Das Anlegen von provisorischen Wegen und die Sicherung des Parks durch eine Umzäunung haben nun die Eröffnung ermöglicht, wie Polfer sagte. In einer zweiten Phase soll nun ein Studie des historischen Patrimoniums des Geländes (Park und Schloss) durchgeführt werden, um den historischen Wert des Geländes festzustellen. In einer dritten Phase soll dann das ambitiöse Vorhaben durchgeführt werden.

In Zusammenarbeit mit derClausener Bevölkerung

Die Bürgermeisterin hob weiter hervor, dass das Projekt „Parc Mansfeld“ zusammen mit der Bevölkerung durchgeführt wurde. In zwei so genannten „Consultations publiques“ unterbreiteten die Clausener den Gemeindeverantwortlichen ihre Anregungen und Bedenken in Sachen „Parc Mansfeld“. Ein Palisadenzaun trennt derzeit den Park von den Ruinen, so dass die geplanten archäologischen Grabungen durchgeführt werden können.