LUXEMBURG
PATRICK WELTER

Der Bau eines Parkhauses in Wasserbillig verschiebt sich bis 2021 - 2023

Der Grevenmacher CSV-Bürgermeister und Abgeordnete Léon Gloden hatte die richtige Nase oder die richtigen Zuträger. Seinem Kenntnisstand nach sollen der Ausbau der Park & Ride-Anlage am Grenzübergang Wasserbillig/Mesenich und der Bau eines Parkhauses direkt am Bahnhof von Wasserbillig auf das Jahr 2023 verschoben werden - letzteres wegen des Umbaus des CFL-Bahnhofs.

Gloden stellte Nachhaltigkeits- und Infrastrukturminister François Bausch daher die entsprechende parlamentarische Anfrage, ob er diese Informationen bestätigen könne? Wenn ja, warum die Parkplätze nicht umgehend gebaut würden und welche provisorische Lösungen vorgesehen sind um die Parkplatznot in Wasserbillig zu lindern?

Im Grunde muss Bausch dem CSV-Abgeordneten - mit gewissen Einschränkungen - Recht geben. Insbesondere am Bahnhof Wasserbillig kommt es wohl zu einer Kollision zwischen dem Aus- und Umbau des Bahnhofs und dem Bau des Parkhauses.

Park & Ride Mesenich in zwei Phasen

Minister Bausch betonte zunächst, dass der Ausbau des P&R-Platzes am Grenzübergang Wasserbillig/Mesenich immer schon in zwei Schritten geplant gewesen sei. Spätestens seit 2010 ist klar, dass der derzeitige Platz mit 261 Stellplätzen den Bedarf nicht decken kann.

Zunächst wird der Parkplatz verlegt und auf 737 Stellplätze ausgedehnt und soll durch zwei neue Kreisverkehre leichter zu erreichen sein. Zum Weitertransport in Richtung Hauptstadt wird dort auch eine neue - per Fußweg zu erreichende - Bushaltestelle angelegt. Die Vorbereitungen für die Ausschreibung der Arbeiten laufen, das eigentliche Ausschreibungsverfahren kann im Herbst 2018 beginnen. Der neue Platz bringt laut Bausch eine Kapazitätserweiterung um 280 Prozent.

In Phase II seien weitere 990 Stellplätze in einem fünfgeschossigen Parkhaus vorgesehen - Standort soll der bisherige Parkplatz sein. Hier gebe es noch keinen genauen Zeitplan. Nach Abschluss der zweiten Bauphase wird sich die Zahl der Parkplätze mehr als versechsfacht haben, so der Minister zu dieser Frage.

CFL-Bauoffensive bremst Parkhaus aus

In Wasserbillig soll nicht nur ein Parkhaus in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs errichtet werden, dort wird der gesamte Bahnhof umgekrempelt, um endlich modernen Ansprüchen und vor allem aktuellen Normen zu entsprechen. Damit geht auch eine Kapazitätserhöhung des Bahnhofs einher.

Die Bauarbeiten beginnen im Herbst 2019, was zu einer unmittelbaren Verschärfung der Parkplatzsituation führen wird, da der bisher meistenteils von Pendlern genützte Parkplatz vor dem Bahnhof für die Logistik des Um-, Aus- und Neubaus gebraucht wird. Der Bau eines Parkhauses kann erst dann beginnen, wenn der neue Bahnhof weitgehend fertig gestellt ist. Laut Bausch soll das 2021 der Fall sein. Danach könne dann das Parkhaus realisiert werden, dass dann ab Ende 2023 den Pendlern zur Verfügung stehen soll.

...und in der Zwischenzeit?

Zur Frage nach provisorischen Parkplätzen in der Bauphase äußerste sich Bausch nicht.