LUXEMBURG
PATRICK WELTER

Das Rehazenter besteht seit 40 Jahren - Bald 100 stationäre Plätze

Was mit einem gemeinnützigen Verein, einer „asbl“, und unter sehr provisorischen Bedingungen 1978 im Zivilhospiz der Stadt Luxemburg in Hamm begonnen hat, konnte gestern seinen 40. Geburtstag feiern: Das Rehazenter oder genauer das „Centre de Rééducation Fonctionnelle et de Réadaptation“ in Luxemburg-Kirchberg.

Verwaltungsratspräsident Laurent Merz schilderte vor etwa einhundert Gästen, darunter zahlreiche Mitarbeiter und Gesundheitsministerin Lydia Mutsch, den Werdegang der Rehabilitationsmedizin in Luxemburg in den vergangenen vier Jahrzehnten. Dabei lobte er deutlich und leidenschaftlich das Engagement der Mitarbeiter für ihre Patienten.

Natürlich kam er auch auf den jahrelangen Kampf um den Standort eines komplett neugebauten Rehazenters zu sprechen, der die politische Diskussion in den 1990ern beherrschte. Erst im Jahr 2000 entschied sich die damalige Regierung für den Standort auf dem Kirchberg. Mit Beginn des Jahres 2004 wurde aus der von 14 Mitgliedern, darunter zwölf Kliniken, getragenen „asbl“ eine Anstalt Öffentlichen Rechts. 2007 erfolgte dann der Umzug, damit stieg dann auch die Zahl der Betten für die stationäre Aufnahme von 52 auf 72 Betten. Merz betonte, dass sich das Haus in zehn Jahren immer weiter entwickelt hat in seinen medizinischen und medizintechnischen Angeboten. Heute hat das Rehazenter 148 medizinische Mitarbeiter, 101 Pflegekräfte und 48 Verwaltungsangestellte. Laut dem neuen „Spitalsplan“ der Regierung soll die Zahl der stationären Plätze in nächster Zeit von 72 auf 100 steigen.

Den Fachvortrag hielt der Schweizer Gesundheitsökonom Willy Oggier, der auch Präsident des Verbandes SWISS REHA ist. Sein Thema lautete: „Aktuelle Herausforderungen der Rehabilitation in der Schweiz: Was kann Europa davon lernen?“ Das Schlusswort vor dem festlichen Umtrunk gehörte natürlich Gesundheitsministerin Lydia Mutsch.