CLAUDE KARGER

Er sei „kein Kommunist“ beteuerte gestern der neue grüne Wohnungsbauminister Henri Kox im „T“-Interview. Und er wolle auch nicht „mit dem Brecheisen“ vorgehen, sondern „die Leute mit ins Boot holen“. Seine Strategie: „Mein Paradigmenwechsel ist, auf das Angebot zu setzen. Deshalb müssen alle diese Gesetze, die leider allesamt auf die Nachfrage ausgerichtet sind, auf das Angebot umgestellt werden. Das geht nicht von heute auf morgen“. Eine gewaltige Aufgabe. Schön öfter bei den Kommunisten war unser Chefdiplomat, der jüngst eine Laudatio auf seinen Genossen und früheren rheinland-pfälzischen Regierungsboss Kurt Beck bei der Martinipreis-Verleihung der Südpfalz-SPD hielt, bei der offensichtlich eine eigenartige Atmosphäre herrschte: „Ein einsamer Sonnenstrahl, der durchs Oberlicht fällt, lässt die beiden aussehen, als hätten sie Heiligenscheine“, berichtete die „Rheinpfalz“ aus Steinfeld und schwärmte vom weltoffenen Politikstil des Gastes aus Luxemburg, der keine Grenzen kenne. Dazu Asselborn augenzwinkernd so: „Du wirst erkannt in Shanghai, in Peking wie auch im Restaurant Zur Pekingente in Berlin“. Jang - ein Leben im Scheinwerferlicht. Nur auf dem Drahtesel hat er ein wenig seine Ruhe.