PASCAL STEINWACHS

Da verbringt man zwecks Recherche zur Vervollständigung seiner - natürlich ganz spontan erstellten - Liste der zehn beeinflussendsten und lebensveränderndsten Bücher aller Zeiten (das ist das neue Modedings auf Facebook, das bei uns ganz klar von „Petzi und der Pfannkuchenräuber“ dominiert wird, gefolgt von „Fünf Freunde und der Zauberer Wu“, „Hochzeitsglocken für Schwester Lilly“ und - was auch sonst - „Die Nacht mit Alice, als Julia ums Haus schlich“ von Botho Strauß) also gerade einmal einen Tag nicht auf seiner Maloche, und schon bricht bei der CSV mit beelzebübischer Wucht das Chaos aus. Und zwar derart wuchtig, dass die Partei sich am Montagabend gezwungen sah, zu nachtschlafender Zeit eine Email rauszuhauen, wobei der Hauptfeind der CSV jetzt nicht mehr in Gambia anzusiedeln ist, sondern in den Gaspericher Wiesen.

So ist die Erzbistumszeitung schon seit einigen Tagen ganz und gar unchristlich dabei, den unglücklichen SMS-Artisten Marc Spautz von seinem CSV-Chefsessel wegzuekeln. Und die Parteiführung, die setzt laut Internet-„Wort“ weiter auf die „Basta“-Methode: „Kritiker soll es nicht geben, und wenn doch, dann dementieren wir sie einfach.“ Bei der CSV scheint der Herbst regelrecht tropisch brühend zu werden...