CLAUDE KARGER

Bevor der EU-Kommissionschef am kommenden Mittwoch ins Weiße Haus reist, um dort, wie das Portal „Euractiv“ berichtete, „entschlossen die „Ehre“ der EU“ im Handelsstreit mit „The Donald“ zu verteidigen, sollte er sich vielleicht mal dessen neuen Botschafter in Luxemburg zur Brust nehmen. Denn wie das „Tageblatt“ berichtete kennt der Republikaner aus Georgia, der sich einst aus dem Keller von Ex-Präsidentschaftskandidat Newt Gingrich hocharbeitete, „zu viele Geheimnisse“ und den US-Oberboss ziemlich gut. „Präsident Trump ist kein Politiker. Er ist ein Businessman. Er ist eine Katze, die in einen Hundezwinger gelangt ist“, vertraute er dem „T“ an. Washington D.C. sei voller Codes und Kommunikationsstrategien, die Trump völlig fremd seien. „Schnurre er, hörten seine Gegner ein Knurren. Hebe er die Pfote, glaubten sie, er wolle spielen“, schreibt das Blatt. Na hoffentlich kennt der Boss aus Brüssel sowohl die D.C.- als auch die Donald-Codes, bevor er sich in die Höhle der Katze aufmacht. Während Juncker im Zwinger schwitzt, geht es zuhause in den Legislaturendspurt. „Im Schweinsgalopp“, wie das „Land“
die bürgerfreundliche Sitzungsorganisation des Hohen Hauses bezeichnete, werden kommende Woche noch knapp 30 Gesetze durch die „Chamber“ gepeitscht. Viel Zeit zum Ausruhen bleibt danach nicht. Denn schon hebt der Wahlkampf die Pfote...