CLAUDE KARGER

„Wie Pilze im Herbst sprießen sie seit Samstag aus dem Boden, die Plakate der Parteien für die Kommunalwahlen vom 8. Oktober“, ist dem „Wort“-Leitartikler ins Auge gesprungen. Schön und nachhaltig wär‘s jedenfalls, wenn man die Dinger pflanzen und sie nach dem Urnengang auch ordentlich kompostieren könnte, nicht wahr? Zu einem Giftpilz für den kapitalsten CSV-Spitzenkandidaten gedeiht nun eins seiner Plakate, auf dem er vor einem Graffiti posiert, das der Künstler, den niemand fragte, nicht zu politischen Zwecken verwendet sehen wollte. Mit Geplauder und Mitteilung wird nun versucht, den Giftpilz zu ersticken, aber haften bleibt immer was. Nur vielleicht nicht die Wilmes-Wesselmänner... Wundern tut sich der „Wort“-Editorialist indes über die allgegenwärtigen
Wahlversprechen von bezahlbarem Wohnraum. „Denn CSV wie LSAP saßen bzw. sitzen lange genug an den Hebeln der Macht - ob in der Regierung oder in den Rathäusern -, dass sie das im September 2017 längst hätten einlösen“ können. Hmm. Da ist was dran. Auch was dran ist an der Glosse des „Achtung Durchsage“-Lautsprechers im „Télécran“, der findet, so manche parlamentarische Frage sei „Klamauk zum Fremdschämen“. Und zu „großen, die Menschen bewegenden Themen“ gebe es leider wenige.