CLAUDE KARGER

Der „Wort“-Wochenrückblicker macht sich so seine Gedanken über die post-trumpokalyptische Regierung der gespaltenen Staaten von Amerika: „Ach ja, was macht eigentlich Yanis Varoufakis - für den Fall, dass „The Donald“ einen Finanzminister mit Pöbelpotenzial suchen sollte...“ Na, da wird er in „Old Yurop“ aber die Qual der Wahl haben, wird die Liste der Pöbelisten doch fast täglich länger. Aber daheim ist er schon ziemlich gut bedient. Auch mit mehr oder weniger weitsichtigen Visionären. Einer von ihnen zeichnete bekanntlich vor einer Woche den Weg zu Luxemburg 3.0 vor. „Das Abenteuer hat etwas kubahaftes, denn Revolutionsführer ist ein... 71-jähriger Guru!“, pöbelt das „Wort“. Pfui! Als ob ältere Mitmenschen keine zukunftsträchtigen Ideen mehr entwickeln könnten. Dabei weiß jeder, dass Jungbleiben auch Kopfsache ist. Und auch Senioren können natürlich „fly sein“, um’s im neudeutschen Jugend- „Speak“ zu sagen. Der Ausdruck, der soviel bedeutet wie jemand oder etwas „geht besonders ab“, wurde am Freitag von der Langenscheidt-Jury zum „Jugendwort“ des Jahres gekürt. Na ja. Für uns waren „Vollpfostenantenne“ (Selfiestick) oder „Hopfensmoothie“ (Bier) deutlich „flyer“. Aber: „Yolo“ („You only live once“) - sei’s drum.