LUXEMBURG
LJ

Bereits am 24. April äußerte sich Paul Hammelmann, Präsident der Sécurité Routière, in dieser Zeitung im Rahmen eines „Kloertext“ unter der Überschrift „Ich sehe der Unfallstatistik 2018 ‚mit brennender Sorge‘ entgegen“ zur Verkehrssicherheit in Luxemburg – „und meine Sorge hat sich leider bewahrheitet“, stellt Hammelmann fest. Denn für das laufende Jahr müssen bereits 34 Verkehrstote beklagt werden. „Das sind genau 34 zu viel und die Situation auf Luxemburgs Straßen ist unannehmbar“, resümiert Hammelmann. Was er von der neuen Regierung erwartet, damit diese Lage sich ändert.

„Die von der vorigen Regierung begonnene Sicherheitspolitik muss unbedingt weitergeführt, ja intensiviert werden! Die Sécurité Routière hatte vor dem Ausarbeiten der Wahlprogramme an alle (regierungsverdächtigen) Parteien ihre To-do-Liste verschickt und manche Mandatsträger direkt aufgesucht. Zu unserem großen Bedauern hat sich in den Wahlprogrammen nur die Partei „déi gréng“ für eine konsequente und couragierte Weiterführung der von Minister Bausch initiierten Verkehrspolitik eingesetzt! Sie wurden dementsprechend belohnt und die Erwartung unsererseits ist unanständig groß!

Wir sind deshalb zuversichtlich, dass beim Antritt der neuen Regierungsmannschaft die mit Überzeugung und Mut angegangene Politik konsequent weitergeführt wird.

Die Baustellen sind mannigfaltig, im realen wie im übertragenen Sinn! Hervorheben möchte ich hier, sei es nur exemplarisch und keineswegs erschöpfend, ein schnelles Einführen der ‚radars tronçons (section control)‘, die Notwendigkeit eines verschärften Bußgeldkatalogs beim Handygebrauch und ein schnelleres Abholzen der als gefährlich geltenden Straßenbäume.

Auch sollte das neue Parlament sich mit dem unter Justizminister Braz ausgearbeiteten Gesetzestext über die ,Mise en danger de la vie d’autrui‘ schnellstmöglich befassen!

Gefahrenpunkt Nummer Eins aber ist und bleibt die unangepasste Geschwindigkeit! Ein Herabsetzen der erlaubten Geschwindigkeit auf zweispurigen Straßen außerorts würde die Zahl der Verkehrstoten und Schwerverletzten bei Frontalzusammenstößen und auch Kollisionen mit Bäumen drastisch reduzieren. ‚Dat ass eise Plang fir Lëtzebuerg!‘“