LUXEMBURG
THOMAS STEIGER

Mit dem Einzug des Frühlings wird es politisch ebenfalls hitziger: Donald Trump wird in den kommenden Monaten seine bislang noch undurchsichtige politische Agenda konkretisieren. Auf dem europäischen Kontinent richten sich die Blicke auf die französische Präsidentschaftswahl. Mit Emmanuel Macron und Marine Le Pen gehören erstmalig zwei Kandidaten außerhalb des politischen Establishments zu den Favoriten. Für die „Grande Nation“ bedeutet dies einen Paradigmenwechsel.

Rätselraten um Donald Trump

Hinsichtlich des wirtschaftspolitischen Kurses von Donald Trump stand bislang lediglich fest, dass nichts feststand. Der US-Präsident hat in den letzten Wochen Bekanntschaft mit den Mühen des politischen Tagesgeschäfts gemacht. Die Realität heißt: Schuldenobergrenze, eine nachhaltige Haushaltspolitik und eine liberale-freiheitliche Handelspolitik müssen bei der Ausarbeitung von Gesetzen berücksichtig werden. Eine rasche Verabschiedung steuerlicher Entlastungen ist vor diesem Hintergrund unwahrscheinlich geworden. Über die Kernpunkte der aktuellen Steuerpläne wird hinter den Kulissen heftig diskutiert.

Die Entlastung der Steuerzahler wird damit wohl später kommen als erhofft. Regierungsvertreter haben auch ihre aggressive Rhetorik in Sachen Protektionismus zuletzt merklich entschärft. Vorwürfe an China, „Großmeister der Währungsmanipulation“ zu sein, wurden nicht wiederholt. Zudem versuchte man, Befürchtungen zu dämpfen, dass die US-Regierung auf einen Handelskrieg zusteuere. Auch wenn Trump an den Kernpunkten von „America First“ festhält, scheint man doch vorsichtiger vorgehen zu wollen. Die Verabschiedung der vielbeachteten „border adjustment tax“ (BAT), wonach Importe besteuert und Exporterlöse nicht besteuert würden, bleibt deshalb ebenfalls fraglich.

Frankreich vor dem Urnengang

In Frankreich sind die etablierten Parteien mit ihren Kandidaten ins Hintertreffen geraden. Umfragen deuten bislang darauf hin, dass es zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der rechtspopulistischen Marine Le Pen und dem unabhängigen Kandidaten Emmanuel Macron kommen wird. Letzterer dürfte sich bei den Stichwahlen am 7. Mai durchsetzen. Damit wird in Frankreich ein neuer Politikstil Einzug halten. Da Macron losgelöst von etablierten politischen Bündnissen agieren kann, darf tatsächlich auf Reformen gehofft werden. Was bereits in Spanien zu einem Erfolg geführt hat, will Macron nun auch in Frankreich an den Start bringen: Die großen nationalen Arbeitskämpfe will er beenden, Löhne sollen zukünftig wenigstens auf Branchen-, noch besser auf Betriebsebene, ausgehandelt werden. Die wirtschaftsliberale Gesetzgebung soll gleichzeitig durch eine Ausweitung sozialpolitischer Förderungen flankiert werden. Möglicherweise kann Macron mit dieser Politik tatsächlich der streikfreudigen französischen Bevölkerung einen neuen wirtschaftspolitischen Kurs schmackhaft machen. Für Europa wäre eine wiedererstarkte französische Wirtschaft langfristig ein gutes Börsensignal.

VP BANK LUXEMBOURG

Einzige Bank Luxemburgs mit liechtensteinischem Mutterhaus

Die VP Bank AG wurde 1956 gegründet und gehört mit 804 Mitarbeitenden per Ende 2016 (teilzeitbereinigt 738) zu den größten Banken Liechtensteins. Heute ist sie an den Standorten Vaduz, Luxemburg, Zürich, Tortola auf den British Virgin Islands, Singapur, Hongkong und Moskau vertreten. Die VP Bank Gruppe bietet maßgeschneiderte Vermögensverwaltung und Anlageberatung für Privatpersonen und Intermediäre. Die VP Bank (Luxembourg) SA wurde 1988 gegründet und ist eine 100-prozentige Tochter der VP Bank Gruppe. Mit 95 Mitarbeitenden per Ende 2016 ist sie die einzige Bank im Großherzogtum Luxemburg mit liechtensteinischem Mutterhaus. VP Fund Solutions (Luxembourg) SA (31 Mitarbeitende) ist als Tochtergesellschaft auf professionelle, ganzheitliche Fondslösungen spezialisiert.