LUXEMBURG
PATRICK WELTER

„Maarteverband“: Kunden auf dem Wochenmarkt nehmen zu

Wir haben Stress, positiven Stress!“ So lautete die spontane Antwort von Niki Kirsch, Seniorchef von Luxemburgs ältester Gemüsegärtnerei und bis vor kurzem langjähriger Präsident des Lëtzebuerger Maarteverband, auf den Anruf des „Journal.“ Aus einem einfachen Grund: Es gibt doppelt soviel Kunden auf dem Wochenmarkt wie vor der Corona-Krise. Die Marktleute mit frischen Lebensmitteln dürfen weiterarbeiten, wenn die Kunden ein paar Regeln einhalten, die derzeit sowieso gelten. Launig meint Kirsch, dass viele Verbraucher plötzlich entdeckt haben, dass es auch Gemüse und Obst aus der Region gibt - angesichts von Spargel aus Peru und Blaubeeren aus Chile hätten das wohl viele nicht gewusst. So sei sein Eindruck von der „neuen“ Kundschaft, erläutert der Ex-Chef des Maarteverband.

Probleme gibt es eher vor den Marktständen. Es mangele oft an Manieren. Warten oder Distanz halten sei nicht jedermanns Sache. Er beobachte ein hohes Maß an Egoismen bei einigen Kunden, die noch umlernen müssten, so Kirsch. Das Schlüsselwort sei auch auf dem Wochenmarkt ‚Distanz‘, was aber die meisten Kunden verstanden hätten.

Niki Kirsch freut sich darüber, dass Hauptstadtbürgermeisterin Lydie Polfer zugesagt hat, dass der Frischmarkt offen bleibt. Immer unter der Voraussetzung, dass sich die Leute an die Regeln halten.