LUXEMBURG
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STATEC-Studie: Insgesamt bessere Indikatoren für den Arbeitsmarkt

Das nationale Statistikamt STATEC hat eine neue Studie zur Beschäftigung im Großherzogtum veröffentlicht. Darin zeige sich ein eindeutiger Trend: So sei infolge der Finanzkrise zwischen 2008 und 2014 die Arbeitslosenquote nur um 3 Prozent gestiegen, während in der gleichen Zeit die „labour underutilisation rate“ (also der Anteil der arbeitswilligen Bevölkerung im Vergleich zur arbeitenden Bevölkerung) um neun Prozent stieg - von sechs auf 15 Prozent. Demnach steige der Bedarf an Arbeit stärker als die Arbeitslosigkeit. Erstmals 2016 sank die Zahl wieder leicht. Auch die geleisteten Arbeitsstunden sinken weiter, im Schnitt sind es 0,2 Prozent pro Jahr. Der STATEC erklärt dies durch die höhere Arbeitsbeteiligung der weiblichen Bevölkerung und der damit einher gehend höheren Teilzeitbeschäftigung. Gleichzeitig bleiben die Löhne weiter unflexibel; seit 2016 seien sie nur um 0,7 Prozent gestiegen, während sie zwischen 2010 und 2012 gefallen seien. Die Teilzeitarbeitslosigkeit sinkt seit 2012 kontinuierlich und lag 2016 bei nur noch 0,2 Prozent. 2009 waren es 3,2 Prozent. 2012 macht der STATEC deshalb den Höhepunkt in der Arbeitskrise aus, da zu diesem Zeitpunkt sowohl Arbeitslosenzahlen, Teilzeitarbeitslosigkeit sowie andere Indikatoren im Negativtrend waren. Für 2016 und 2017 sahen die Indikatoren hingegen einen positiven Trend für den Arbeitsmarkt.