LUXEMBURG
MM

Luxemburg setzt neben Glasfaser auch auf G.fast

In Luxemburg haben 60 Prozent der Haushalte Glasfaser. Die Post Luxembourg betreibt seit September 2011 ein solches Netzwerk. Dennoch will das Unternehmen auch G.fast einsetzen, weil damit die schwierige neue Inhouse-Verkabelung entfällt. Glasfaser ist zwar unumstritten die zurzeit schnellste Internet-Zugangstechnik, aber der Ausbau ist teuer - zudem muss dann nicht innerhalb der Häuser Glasfaser verlegt werden.

Post Luxembourg hat darum beim finnischen Netzwerkausrüster Nokia G.fast-Technologie bestellt, um damit FTTB (Fiber To The Building) zu bieten. Das gibt der finnische Telekommunikationsausrüster auf seiner Webseite bekannt. Ein Volumen des Auftrags war von beiden Unternehmen gestern nicht zu erfahren.

Alternative zu Glasfaser in Gebäuden

Nokia liefert nun eigenen Aussagen nach 8- und 16-Port-G.fast-Micronodes mit Vectoring, die für den Einsatz in Mehrfamilienhäusern geeignet sind. Die G.fast-Dienste werden innerhalb der Gebäude mit dem Nokia 7368 ISAM F-010G CPE terminiert.

Gaston Bohnenberger, Geschäftsführer von Post Technologies, sagte: „Die G.fast-Technologie eignet sich für alle Gebäude, in denen die Modernisierung der internen Verkabelung schwierig oder unmöglich ist. Unser Hauptziel ist es zwar, Glasfaser bis in die Wohnung zu legen, G.fast hilft uns aber, glasfasernahe Geschwindigkeit auch dann zu bieten, wenn eine Neuverkabelung des Gebäudes nicht möglich ist.“ Laut Federico Guillén, President der Fixed-Networks-Sparte von Nokia, sind heute die Kupfertechnologien so weit fortgeschritten, dass sie glasfaserähnliche Geschwindigkeiten ermöglichen, zumindest auf kurzen Strecken, sprich innerhalb eines Gebäudes. Datenraten von 1,8 GBit pro Sekunde sind möglich. Bei G.fast teilt sich die Datenrate in Upload und Download auf, nach 250 Metern verliert G.fast aber seine Wirkung.

Im November vereinbarte auch der japanische Netzbetreiber EneCom mit Nokia die Nutzung von G.fast in Kombination mit dem dort vorhandenen VDSL-Netz. Hier soll der Ausbau bis 2020 beendet sein: Dann finden in Japan die Olympischen Sommerspiele statt.