CLAUDE KARGER

...das ist ja gerade noch mal gut gegangen für EU-Chef JCJ. Fast hätte der nämlich in seiner Preisvitrine Platz für ein Kuriosum namens „Musik-Gordi“ schaffen müssen. Juncker war nämlich nominiert für den seit 2013 von deutschen Musikmagazinen geschaffenen und bei der Frankfurter Musikmesse verliehenen Schmähpreis in Form einer verknoteten Blockflöte. Der „gordische Knoten des Musiklebens“ geht an jene, die Kultur und Kulturschaffenden schwer zu schaffen machen. JCJ war da hinein geraten, weil die Leute aus der Branche befürchten, zu den Verlierern der neuen Freihandelsverträge zu gehören. Die Dinger gehörten in aller Transparenz verhandelt, fordern die Preisverleiher, vor allem aber gehöre eine „Schutzklausel für Kultur, Bildung und Wissenschaft“ rein. Am Ende ging die Knotenflöte allerdings an Mathias Brodkorb, mecklenburgvorpommerischer Kulturminister. Atemlos vor Aufregung machte indes vielerorts der Radar-Blitzmarathon. Das Netz blödelte natürlich rasend. Manche Zwitschervögel wähnten sich sogar „Men in Blitz“ gegenüber, den Cousins der berühmten Alien-Jäger „Men in Black“, die mit ihrem verchromten, blitzenden Gedächtnis-Neutralisator so manches Problem zu beheben vermögen. Wer gestern einen Blitz sah, hatte allerdings ein bisweilen mächtiges Problem.

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