LUXEMBURG
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Mit gesundem Lebenswandel könnten 40 Prozent der Krebserkrankungen verhindert werden

Der jährlich zum 4. Februar stattfindende Weltkrebstag zielt darauf ab, die Prävention, Erforschung und Behandlung von Krebserkrankungen in das öffentliche Bewusstsein zu rücken. Der Tag wurde 2006 von der „Union internationale contre le cancer“ (UICC), der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und weiteren Organisationen ins Leben gerufen.

Gilles Müller hat Patenschaftder neuen Kampagne übernommen

Zum Weltkrebstag startet das Gesundheitsministerium in Zusammenarbeit mit der „Fondation Cancer“ eine Informations- und Sensibilisierungskampagne. Die diesjährige Kampagne, die unter der Patenschaft des früheren Profitennisspielers Gilles Müller steht, setzt voll auf die Vorbeugung. Neben der Früherkennung spielt die Prävention eine Hauptrolle im Kampf gegen den Krebs. Mit einem gesunden Lebenswandel, der zuallererst den Verzicht des Rauchens, einen moderaten Genuss von Alkohol, eine gesunde Ernährung sowie regelmäßige Bewegung vorsieht, könnten, wie aus einer Mitteilung des Gesundheitsministeriums hervorgeht, 40 Prozent der Krebserkrankungen verhindert werden.

Die „Fondation Cancer“ ihrerseits bietet zahlreiche kostenlose Krebs-Präventions-Dienstleistungen an, zum Beispiel „Food Lab“ (www.cancer.lu/fr/food-lab), „Comment devenir non-fumeur“ (https://maviesanstabac.lu) oder das FiTeam (www.cancer.lu/fr/fiteam-fondation-cancer).

In den kommenden Wochen wird sich die „Fondation Cancer“ auch der Thematik „Comment réagir face à un collègue atteint du cancer?“ annehmen, heißt es weiter in der Mitteilung. Bei Versammlungen in den Unternehmen will die „Fondation Cancer“ gezielte Antworten auf die von der Krankheit aufgeworfenen emotionalen Fragen geben. Die Krebsdiagnose betrifft in der Tat nicht nur den Kranken, sondern sein gesamtes soziales Umfeld. Auswirkungen werden bis ins berufliche Umfeld wahrgenommen. Die „Fondation Cancer“ ein Spezialdossier ausgearbeitet, um diese intra-beruflichen Beziehungen besser zu verstehen (http://bit.ly/collegue_cancer).

Die Lage in Luxemburg

In Luxemburg waren Krebserkrankungen die erste Todesursache bei den Männern (32,1 Prozent) und die zweite Todesursache bei den Frauen (26,7 Prozent). Sie stellen 28,2 Prozent aller Todesursachen hierzulande dar. Wie das Gesundheitsministerium in einer Mitteilung zum Weltkrebstag unterstreicht, waren nach Informationen des „Service des Statistiques de la Direction de la santé, 2016“, die häufigsten tödlichen Krebsarten bei Männern: Lungenkrebs, Darmkrebs sowie Prostatakrebs; bei Frauen: Brustkrebs, Lungenkrebs und Darmkrebs.

Jedes Jahr treten etwa 3.000 neue Krebsfälle in Luxemburg auf. Die Krankheit stellt nach wie vor einen großen Belastungsfaktor dar, sie es wegen der Behandlung mit zahlreichen Nebenwirkungen, der physischen und psychischen Leiden oder der sozialen und beruflichen Auswirkungen.

Krebs bleibt eine große Herausforderung der öffentlichen Gesundheit

Den zahlreichen medizinischen Fortschritten der vergangenen Jahre zum Trotz, die die Überlebenschancen der Betroffenen verbessern, bleibt der Krebs eine der großen Herausforderungen der öffentlichen Gesundheit in Luxemburg und anderswo, heißt es weiter in der Mitteilung des Gesundheitsministeriums.