LINTGEN ADY

Lintgener Gemeinderat beschäftigt sich mit Syndikatsgründung und Geldangelegenheiten

Ein Syndikat der Gemeinden Lintgen, Mersch und Bissen soll die Schaffung einer über zwei Hektar großen Gewerbezone vom Typ 1 auf Merscherberg in Mersch ermöglichen. Dies ist eins der Ergebnisse aus der letzten Gemeinderatssitzung. Die hierbei anfallenden Gewerbesteuereinnahmen würden pro rata auf die drei Gemeinden aufgeteilt werden, wie es vonseiten der Gemeinde heißt

Hauplan auf dem Sitzungsplan

Doch es standen einige Punkte auf der Tagesordnung, die es abzuarbeiten galt. So war den Ausführungen von Revierförster Manuel Reichling zu entnehmen, dass der Hauplan in den gemeindeeigenen Wäldern die Fällung von 700 Kubikmetern Stammholz und die Fällung von 1.485 Kubikmetern Industrieholz im nächsten Jahr vorsieht. Den Einnahmen von 194.000 Euro der Waldbewirtschaftung stehen 211.000 Euro Ausgaben gegenüber. Auch sind 6.000 Euro für die „Aktion Bongert“ und weitere Gelder für pädagogische Aktivitäten vorgesehen. Angesichts der noch ausstehenden Bezuschussungsbestimmungen muss das Waldwegeprogramm um ein weiteres Jahr verschoben werden.

Informationsversammlung für Denkmalbauten

Dem Antrag, das Haus in der Hauptstraße Nummer 20 auf die Liste der schützenswerten Gebäude zu setzen, stimmte der Rat zu. In diesem Zusammenhang informierte Bürgermeister Henri Wurth die Kollegen darüber, dass die Denkmalschutzbehörde in der Gemeinde 150 schützenswerte Objekte detektiert habe.

Louis Pinto meinte, man müsse die Bürger, die ja noch nicht wüssten, dass ihr Eigentum auf besagte Liste der schützenswerten Gebäude kommen soll, unbedingt vorher informiert werden müssten. Dies auch, damit die Interessierten eventuell Einspruch erheben könnten. Hierzu ist nun eine Informationsversammlung für alle Betroffenen für den 23. Oktober vorgesehen.

Maßnahmen- und- Arbeitenkatalog

Einverstanden erklärten sich die Ratsmitglieder mit den in einer vorherigen Sitzung vom Wasserwirtschaftsamt vorgestellten Maßnahmen- und- Arbeitenkatalog (Renaturierungen, Fischaufstiegshilfe, Kanalisation in der rue des Champs und Rückhaltebecken). Die Räte Theis und Pinto hinterfragten den ausstehenden Anschluss an die SEBES-Wasserversorgung. Ohne diesen Anschluss können die gemeindeeigenen Quellen nämlich nicht saniert werden.

Laut Konvention wird die Firma „Immotagus“ einen drei Meter breiten Geländestreifen an der Rue de Diekirch an die Gemeinde abtreten. Besagte Firma will an hier Stelle laut PAP eine Residenz mit acht Wohneinheiten errichten. Der abgetretene Geländestreifen erlaubt eine Verbesserung des Zufahrtsweges zum geplanten Lotissement „auf dem Kreuzert“, wo 400 Wohneinheiten geplant sind. 50 Rentnerhaushalten wurde im vergangenen Jahr eine „Kartoffelprämie“ zwischen 550 Euro und 150 Euro ausbezahlt. Besagte Prämie soll auch in diesem Jahr nach den gleichen Kriterien zur Auszahlung kommen. Insgesamt sind hier 17.000 Euro vorgesehen.

Wassersparaktion

Im Rahmen einer Wassersparaktion werden demnächst alle Haushalte von der Gemeinde zwei Schaumdüsen (Mousseur) für Wasserhähne erhalten. Ein altes Gemeindefahrzeug wird durch ein Elektroauto ersetzt.

Aus aktuellem Anlass fragte Rat Consbruck den Schöffenrat, ob die Gemeinde für die eventuelle Aufnahme von Flüchtlingen bereit sei. Da die Gemeinde über keine eigenen freien Wohnungen verfüge, sollte man einen Aufruf an die Besitzer von leer stehenden Wohnungen machen. Dies mit dem Ziel, diese freien Wohnungen im Bedarfsfall zur Aufnahme von Flüchtlingen zur Verfügung zu stellen, meinte der Bürgermeister abschließend.

In geheimer Sitzung wurde über die Besetzung des Postens eines intellektuellen Arbeitnehmers für die Gemeindedienste beraten. Genehmigt wurden ferner zwei Zusatzkredite von 401.500 Euro sowie von 516.500 Euro zur Fertigstellung der Vergrößerung und der Renovierung des Gemeindehauses.


Die nächste Sitzung des Rates wurde auf den 23. Oktober 2015, 16.30, terminiert