LUXEMBURG
VIDOSAVA KUZMIC

Durch Experimentieren wissenschaftlichen Phänomenen auf die Spur gehen

Wer mag Schulausflüge denn nicht? Eine kleine Pause vom theoretischen Unterrichten kann ja nie schaden. Im Gegenteil: Wenn man dabei auch noch etwas lernen kann, ist es eine Win-Win-Situation - für Schüler sowie Lehrer. So war es auch letzte Woche in Differdingen, als eine Schulgruppe aus dem Lycée Technique Mathias Adam das zukünftige Luxembourg Science Center besucht hat. Bis zur offiziellen Eröffnung im Jahr 2016 sollen 100 Experimentierstationen zum Thema Wissenschaft und Technologie aufgebaut werden. Doch bereits jetzt laden einige dieser Stationen zum Ausprobieren ein. Highlights wie eine riesige Tesla-Spule oder die Jakobsleiter sollen die Besucher anziehen. Wie das Science Center bei der Hauptzielgruppe - den Jugendlichen - ankommt, haben wir in unserem „Journal“-Interview mit zwei Schülern der Klasse 10TG2 herausgefunden.

Wie hat euer Besuch im Science Center ausgesehen?

Madyson Hebbelinck Wir sind mit unserer Klasse ins Science Center gegangen um besser zu verstehen, wie Maschinen aus unserem Alltag funktionieren und um etwas mehr über Technologie und Physik zu erfahren. Uns wurden die verschiedenen Maschinen gezeigt und die Mitarbeiter haben uns Experimente demonstriert, die sie durchführen um die Technik der Geräte zu verbessern.

Dany Lopes Der Besuch war sehr spannend. Die Maschinen und Experimente waren interessant und haben uns die Augen in Bezug auf Elektrizität geöffnet. Sie haben uns bewusst gemacht, wie gefährlich all dies trotzdem sein kann.

Was bekommt man als Besucher geboten?

Hebbelinck Als Besucher entdeckt man viele Dinge, die interessant, aber gleichzeitig auch sehr gefährlich sein können. Damit auch jeder die verschiedenen Phänomene und Experimente versteht, wird alles sehr gut und simpel erklärt. Das Ziel unseres Besuches war zum Beispiel zu verstehen, wie eine Dampfmaschine funktioniert oder in welchen Umständen und mit welchen Materialien die Mitarbeiter des Zentrums arbeiten.

Lopes Zu den gefährlicheren Ausstellungsobjekten gehört zum Beispiel die Tesla-Spule. Sie produziert 1,5 Millionen Volt! Das ist schon etwas Besonderes, vor allem weil dabei eindrucksvolle Lichtbögen entstehen.
Wie hat es euch gefallen?

Hebbelinck Was mir persönlich sehr gefallen hat, ist die Tatsache, dass man alles selbst ausprobieren kann. Wir konnten einige sehr interessante Sachen sehen, wie zum Beispiel ein Experiment, in dem man sieht, wie viel elektrische Energie durch den menschlichen Körper fließen kann. Wenn man sich also für diese Themen interessiert und etwas über Technologie und Physik lernen will, ist dieses Zentrum sehr praktisch.

Lopes Der Besuch war aufschlussreich und hat mir gezeigt, wie vielfältig die Wissenschaft doch ist. Ich finde es übrigens gut, dass Luxemburg ein eigenes Science Center hat. Vielleicht wird damit bei den Luxemburgern das Interesse für die Wissenschaft wieder etwas geweckt, und gleichzeitig lernen sie etwas dazu.

Wurde die Wissenschaft dadurch wieder etwas interessanter für euch?

Lopes Ja, vor allem durch die spektakuläreren Ausstellungsobjekte. Einige davon werde ich nicht so schnell vergessen. Man kann schon sagen, dass der Besuch im Zentrum dieses Thema teilweise interessanter für mich gemacht hat.

Hebbelinck Ich werde nicht lügen und behaupten, dass ich Wissenschaft und Physik jetzt liebe, aber dieser kleine Ausflug hat mir erlaubt, mehr darüber zu erfahren. Es waren auf jeden Fall interessante Themen dabei.