CLAUDE KARGER

„Luc Frieden était le prince Charles de la politique nationale“, befand das „Lëtzebuerger Land“ gestern über den früheren Minister und heutigen Handelskammerboss,, „il a fini Grand-Duc du patronat“. Wobei es derzeit laut „Land“ nicht so rosig zu sein scheint, Großherzog zu sein, sollen im „Palais“ doch manchmal so heftig die Wände wackeln, dass manche bereits „SOS“ funkten. Mächtig viel zu funken hat indes immer noch einer, der jahrzehntelang im Palast ein und ausging: Ex-Premier und EU-Kommissionschef a.D. JCJ alias „The Queen“ (in Anspielung auf seinen früheren Ewig-„Dauphin“ Luc alias Prince Charles). Frisch - nach der ersten längeren Polit-Pause in Äonen - und frei von der Leber - wie gewohnt - erzählte er während zwei Stunden im RTL-Fernsehen unter anderem über große Weltpolitik, Bücher, Flipper, politische Wunden und Hunde, mit denen er sich übrigens besser unterhalten könne als mit Wellensittichen. „Ech war eigentlech och als Premier seele bei Firlefanz derbäi“, behauptet jener, dessen Sperenzchen als EU-Kommissionboss legendär waren. Ein „animal politique“ wird er laut RTL jedenfalls auf immer und ewig bleiben. Ein Comeback solle man im Leben zwar „nie resolut ausschließen“, so der Befragte, „mä dat maachen ech awer, ech hu meng Mëllech ginn!“ Wo „op der Cap“ die nächsten Kühe stehen, können wir aber gern verraten...