LUXEMBURG
CLAUDE KARGER

Landwirtschaftsminister Schneider: Keine Grundlage für „Schlachtboxen“

Landwirtschaftsminister Romain Schneider ist prinzipiell für die Weideschlachtung „insofern diese dem europäischen Rechtsrahmen entspricht, und sich ein geeigneter Betreiber einer solchen Anlage finden lasst”, schreibt er in seiner Antwort auf eine parlamentarische Frage der CSV-Abgeordneten Martine Hansen, die sich zu Alternativen zur konventionellen Schlachtung im Schlachthof erkundigte, die den Tieren weniger Stress und Angst bereiten würden.

Bei der Weideschlachtung gibt es zwei Praktiken: Mobile Schlachtanlagen, die in der Nähe der Weide aufgestellt werden und in denen der ganze Schlachtprozess von der Betäubung bis zur Kühlung des Tierkörpers durchgeführt werden kann – für diese „Schlachthöfe auf Rädern“ gibt es eine europäische Reglementierung - und sogenannte „Schlachtboxen”, die dazu dienen, den Tierkörper in eine zugelassene Schlachtanlage zu überführen, nachdem das Tier auf der Weide durch einen Schuss betäubt und entblutet wurde.

Noch keine EU-Regel

Für diese „Schlachtboxen“ gibt es allerdings noch keine EU-Reglementierung. Die geltende Reglementierung schreibt vor, dass nur lebende Tiere, mit Ausnahme von Notschlachtungen, zum Schlachthof transportiert werden können und dass sämtliche Anlagen eines zugelassenen Schlachthofes nicht räumlich getrennt sein können.

Wie der Minister ferner auch unterstreicht, bestehen in Luxemburg kurze Transportwege für Schlachtvieh. Die Einhaltung der Tierschutz-Schlachtverordnung sei „oberstes Gebo“, derweil die Einhaltung der Tierschutznormen von den Betreibern der nationalen zugelassenen Schlachthöfe von den amtlichen Tierärzten vor Ort während des gesamten Schlachtprozesses überwacht würden.