LUXEMBURG
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Die aktuelle Situation der CGDIS fordert Zeit und einen respektvollen Umgang

Seit mehreren Wochen beschäftigt sich der „Corps Grand-Ducal d’Incendie et de Secours“ (CGDIS) nun schon mit negativen Schlagzeilen bezüglich der Koexistenz von freiwilligen und hauptamtlichen Mitarbeitern. Dienstkräfte sollen unterschiedliche Bezahlungen für Bereitschaftsdienste erhalten, einige Freiwillige sollen noch gar keine Vergütungen ausbezahlt bekommen haben, was wohl unter anderem am nicht funktionsfähigen „Portail CGDIS“ liege. Diesbezüglich wendete sich nun auch der CSV Abgeordnete Georges Mischo mit einer parlamentarischen Frage an Innenministerin Taina Bofferding. Laut Antwort der Innenministerin soll das CGDIS-Portal mittlerweile nach einigen Verzögerungen funktionsfähig sein. Allerdings würden zurzeit noch technische Faktoren mit einspielen, die die Integration der gesamten Einheiten weiterhin verzögert. Daher könne noch kein genaues Datum zum Abschluss der Arbeiten genannt werden. Dass es hier noch Mängel gebe, liege somit nicht ausschließlich am CGDIS, sondern an externen Einflüssen.

Bei der Frage über mögliche Turbulenzen zwischen Freiwilligen und Hauptamtlichen verweist Ministerin Taina Bofferding auf die parlamentarische Frage Nr. 1642, in der sie bereits auf die Problematik einging. Der Anstieg an Hauptamtlichen seit 2015 bedeute für alle Mitarbeiter eine Umstellung, die Zeit, aber auch gegenseitigen Respekt fordere. Viele Maßnahmen seien schon unternommen worden, auch Ansprechpartner stehen jeder Zeit zur Verfügung im Falle von Spannungen. Grundlegend könne gesagt werden, dass der CGDIS sich bemühe, freiwillige und hauptamtliche Mitarbeiter gleich zu behandeln.

Faire Bezahlung für Freiwillige?

Dennoch stelle sich die Frage, ob es bei der Bezahlung der Freiwilligen immer noch zu Problemen komme, so Georges Mischo. Hier verweist die Innenministerin auf die Sitzung des Verwaltungsrats vom 16. Januar 2020, in der über neue Bestimmungen entschieden wurde. Dennoch leugnet sie die Problematik der fehlenden Auszahlungen nicht. Dies liege allerdings daran, dass die zur Verfügung stehenden Daten zurzeit noch keine verlässlichen Zahlungen erlauben. Daher solle, bis alle Einheiten ins CGDIS Portal eingetragen wurden, von Entschädigungen der Einsätze abgesehen werden, während Bereitschaftsdienste weiterhin entschädigt würden.