DEN HAAG
INGO ZWANK

Eurojust: 18 Tatverdächtige festgenommen, 29 Opfer befreit

In einer gemeinsamen Aktion von Strafverfolgungsbeamten aus dem Vereinigten Königreich und Rumänien wurden 18 Verdächtige inhaftiert. Den 17 Verdächtigen aus dem Vereinigten Königreich wird vorgeworfen, an moderner Sklaverei beteiligt gewesen zu sein, die Prostitution kontrolliert und Drogen- und Waffendelikte begangen haben soll. Der rumänische Verdächtige soll an Menschenhandel, Zuhälterei und Geldwäsche beteiligt gewesen sein. 16 Durchsuchungen wurden im Vereinigten Königreich und vier in Rumänien durchgeführt. Insgesamt 29 potenzielle Opfer im Alter zwischen 20 und 40 Jahren wurden in London aufgefunden und in Sicherheit gebracht.

Zwei Köpfe der Bande, die in London gestellt wurden, wurden ebenfalls auf der Grundlage von europäischen Haftbefehlen der rumänischen Behörden wegen versuchten Mordes überstellt.

Die Behörden vermuten, dass 2013 in Rumänien eine organisierte kriminelle Vereinigung (OCG) gebildet wurde, die ausschließlich dazu diente, sich der Zuhälterei und der Geldwäsche zu widmen. Die Bande rekrutierte mehr als 60 junge Frauen in Rumänien, versprach ihnen erhebliche Geldbeträge und legale Arbeit und brachte sie dann nach Großbritannien, um sie in London sexuell auszubeuten. Die Opfer lebten und arbeiteten unter Androhung von Gewalt und Erpressung in den von der Bande bereitgestellten Häusern.

Eurojust hielt eine Koordinierungssitzung ab, um die Einsetzung der gemeinsamen Ermittlungsgruppe zu erleichtern. Eurojust leistete auch finanzielle und logistische Unterstützung.