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„One Piece - Pirate Warriors 3“ im Test

Mit „One Piece - Pirate Warriors 3“ erscheint bereits der dritte Teil dieser Spieleserie, der auf der Mangavorlage basiert. Der bislang noch nicht abgeschlossene Manga wurde von Eiichiro Oda erschaffen. One Piece ist momentan die weltweit meistverkaufte Mangaserie. Oft haben Videospielableger von Filmen, Büchern oder Mangas einen schlechten Ruf, daher stellt sich die Frage: Trifft das auch auf Pirate Warriors 3 zu?

Die Story basiert auf der des Mangas, da der Spieler die Schlüsselszenen des Mangas nachspielen muss. Der Protagonist Ruffy will Piratenkönig werden. Dazu muss er das One Piece, den Schatz des letzten Piratenkönigs, finden. Nachdem Ruffy in See gestochen ist, schließt er Freundschaft mit vielen Leuten, von denen er manche in seine Crew aufnimmt.

Auf der Suche nach dem One Piece bekämpft Ruffy meistens andere Piraten oder die Marine, die hinter ihm her ist, da er sich schnell einen Ruf als Pirat geschaffen hat. Eine wichtige Rolle spielen die Teufelsfrüchte. Sie verleihen demjenigen, der sie isst, übermenschliche Kräfte. Im Gegenzug verliert man die Fähigkeit zu schwimmen, was für einen Piraten sehr tragisch ist. Die Story des Spiels umfasst alle Hauptereignisse bis zur aktuellen Saga.

Zahlreiche Gegner

Im Gegensatz zu herkömmlichen Action-Beat’em Ups, kämpft man in Pirate Warriors 3 nicht gegen einen oder wenige Gegner, sondern, wie bei den Vorgängern bereits, gegen mehrere Tausend Gegner pro Level. Diese sind zwangsläufig eher schwach. Das Ziel jedes Levels ist es, die gegebene Mission zu erfüllen, welche schlussendlich daraus besteht, den aktuellen Boss zu besiegen. Um die Gegner anzugreifen, muss man, wie bei anderen Titeln des Genres gewohnt, die Tasten in mehr oder weniger komplizierten Kombinationen drücken.

Pirate Warriors 3 läuft flüssig auf allen dafür verfügbaren Konsolen. Damit es auch auf der PS Vita flüssig läuft, wurde die Anzahl der Gegner pro Schlachtfeld drastisch reduziert. Grafisch ist Pirate Warriors 3 in schönem Comic-ähnlichen 3D gehalten. Leider mangelt es an Detailreichtum.

Zudem sehen gewöhnliche NPCs alle nahezu identisch aus. Der Sound ist an fast jede Situation angepasst und auch die Synchronisation der Charaktere ist makellos.

Keine Innovation

Die Häppchen der Story im Spiel sind kaum zusammenhängend, sodass sie für Neulinge schwer nachvollziehbar ist. Zudem ist das Spielprinzip seit dem ersten Teil der Serie immer das Gleiche geblieben, sodass man den Entwicklern mangelnde Innovation vorwerfen kann.

Abgesehen von den kleinen, bereits genannten Mängeln, ist One Piece - Pirate Warriors 3 aber ein gelungenes Spiel. Für eine Manga-Adaption ist der Titel mehr als befriedigend, das oben genannte Vorurteil trifft also nicht zu. Interessierte können sich das Spiel für 35 bis 60 Euro je nach Konsole zulegen. Erschienen ist es für PlayStation 3, PlayStation 4, PS Vita und PC. Darüber hinaus wird es kostenpflichtige herunterladbare Inhalte geben.