LUXEMBURG
KIM GREIS

„Super Smash Bros. Ultimate“ punktet mit Kämpfern und Arenen

Mit „Super Smash Bros. Ultimate“ treffen sich die Helden aus dem Nintendo-Universum sowie einige weitere nun schon zum fünften Mal zum Prügeln. Dass es sich um ein Spiel der Superlative handelt, machte Nintendo schon vor der Veröffentlichung deutlich: Es gibt 103 Kampfarenen, 74 spielbare Kämpfer und über 800 Videospielsongs zum Hören, das ist mehr als in jedem Spiel der Reihe zuvor. Die Fans belohnten Nintendo mit einem Vertrauensvorschuss: Das Spiel ist das meist vorbestellte in der Geschichte der Switch. Weiterhin wurde nun zum dritten Mal innerhalb kürzester Zeit ein Verkaufsrekord aufgestellt: „Super Smash Bros.“ ist das Spiel mit dem stärksten Verkaufswochenende für die Konsole.

Mit im Gepäck gibt es neben dem allgemein bekannten Smash-Modus, in dem die Spieler gegeneinander antreten und dem klassischen Story Modus dieses Mal die „World of Light“. In diesem neuen Story Modus wurden alle Smash-Kämpfer von einer dunklen Bedrohung namens Galeem besiegt und in sogenannte Spirits verwandelt. Der Einzige, der entkommen konnte, ist Kirby, der auf einem großen Spielbrett zahlreiche Kämpfe absolvieren muss, um seine Kameraden zu befreien. Nebenbei kann man weitere Spirits sammeln, mit denen man die Kämpfer ausrüsten kann, um mit Boni in den Kampf zu starten.

Altbekannte Spielmechaniken

An der Grundformel hat sich nichts geändert: Es treffen sich mittlerweile bis zu acht Spieler auf einer der vielen Karten und kämpfen, bis das Zeitlimit abgelaufen ist oder man keine „Leben“ mehr hat. Es gewinnt, wer die Tastenkombinationen und die Fähigkeiten der einzelnen Kämpfer am besten beherrscht. Es sei denn, man spielt mit Items, die das Spielgeschehen teilweise sehr stark beeinflussen können.

Hinsichtlich der Grafik und der Musik im Spiel haben sich die Entwickler die allergrößte Mühe gegeben und auch sehr viel Wert aufs Detail gelegt. Die zahlreichen Charaktere sind in zahlreichen detailgetreuen Outfits verfügbar. Erstaunlich ist auch, dass das Repertoire an Charakteren, die nicht dem Nintendo-Universum angehören, immer größer wird. So mischen sich neben Sonic, Pacman und Megaman nun auch Kämpfer aus Street Fighter, Castlevania und Final Fantasy mit ins Getümmel. Die Kampfarenen stellen teilweise einen zusätzlichen Gegner dar und es wird sehr viel Raum geboten, um sie anzupassen.

Langsamer Start, der rasant an Fahrt aufnimmt

Wie so oft stellt sich der Start als etwas schwerfällig heraus. Denn zu Beginn stehen lediglich die acht Charaktere zur Verfügung, die beim allerersten Teil der Serie von Werk aus freigeschaltet waren. Zwar gibt es gleich mehrere Wege, um die Charaktere freizuschalten, aber egal welchen man wählt, dauert es eine Weile, bis man alle 74 Charaktere freigespielt hat. Das wird die Freude jener, die dachten, sich gleich ins Getümmel stürzen zu können, etwas hemmen. Weiterhin gibt es Probleme beim Online-Modus, der, wie bei vergangenen Teilen der Serie, etwas ruckelt. Dieses Problem wird vermutlich durch Updates behoben werden. Alles in allem ist „Super Smash Bros. Ultimate“ ein sehr gelungenes Spiel und darf auf keiner Heimparty fehlen. Man kann es für circa 60 Euro im Fachhandel kaufen.