CLAUDE KARGER

Mann, was soll das noch werden: „Die Messer gewetzt“ titelte das „T“ gestern zwischen freundlich dreinblickendem Premier und schmunzelndem grauen Oppositionsboss. Bitte sachte, wir wollen kein Blut sehen. Außerdem gibt es eine Menge friedlicherer Wahlkampfwerkzeuge, Argumente, Charme und Charisma etwa. Und zum Glück keine dieser „psycho-elektrischen“ Kriegswerkzeuge mit denen die CIA rumexperimentiert haben soll, wie der E-„L‘Essentiel“ unter dem Titel „US-Behörde gibt Infos zu Orgasmus-Waffe heraus“, meldete. So ein Ding wäre doch wirklich die Höhe. Zumal es sich auch Politiker rasend schnell grabschen würden, um unliebsame Reformen supersexy zu machen. Ein solch Bäh-Vorhaben ist etwa das wiseler‘sche Projekt der Zwangsschrumpfung der Zahl der Gemeinden im Ländchen. Das von der christsozialen Denksportgruppe „Cercle Joseph Bech“ bereits 2004/2005 durchexerzierte Bulldozervorgehen hatte sich 2013 nicht ohne öffentliches Murren von CSV-Ädilen etwas seichter im christsozialen Wahlprogramm wiedergefunden. Mit dem Zusatz - zack - bis 2017 ein nationales Referendum zur CSV-Territorialreform zu organisieren. Seither wird der gleiche Vorstoß gegen die Gemeindeautonomie mantraartig wiederholt. Besser wird die Idee trotzdem nicht. Und wie die meisten der Wiseler-Vorschläge auch nicht neuer.