LUXEMBURG
OLI SCHONS

Morcheeba im exklusiven „Journal“-Interview

Auf dem Terres Rouges Festival konnten sich einige Musikfans auf ein ganz besonderes Wiedersehen freuen: Die Trip-Hop Combo Morcheeba, die ihren Durchbruch Mitte der Neunziger Jahre feierte, war zu Gast. Dass zahlreiche Besucher des Festivals für ebendiese Band angereist waren, konnte man leicht erkennen. Es wurde getanzt, unterstützt, mitgesungen.

Mehr als nur ein Name

Die Musik der drei Briten wird gerne als „middle-of-the-road - mor“ bezeichnet, was sich ja auch im Bandnamen wiederfindet. Sie vereint sanfte Jazz-Melodien mit Rock und Hip Hop-Sounds. Neben Sängerin Skye Edwards gehören Gitarrist und Keyboarder Ross Godfrey und dessen älterer Bruder Paul zur Band. Letzterer konnte am Sonntag leider nicht mit dabei sein. Man hatte mit James Anthony allerdings Ersatz an Bord und ergänzte die Band für den Live-Auftritt mit Skye´s Ehemann Steve Gordon am Bass, Richard Milner am Keyboard und Schlagzeuger Martin Carling.

Unmittelbar nach ihrem Auftritt erklärte sich die sympathische Sängerin gerne zu einem kurzen Gespräch bereit.

Skye, ihr kommt gerade von der Bühne. Wie war’s?

Skye Edwards Ach, es war einfach super, eine wahre Freude hier unter den Bäumen zu spielen. Das Publikum war klasse, die Sonne scheint, was will man mehr!?

Ihr seid nicht zum ersten Mal hier, richtig?

Edwards Oh, nein! Wir waren schon so oft in Luxemburg, ich habe aufgehört zu zählen. Man darf nicht vergessen dass wir ja eine alte Band sind. (lacht) Wir wurden dieses Jahr wieder eingeladen und freuen uns natürlich darüber dass man uns hier haben will.

Wie würdest du eure Musik beschreiben? In ihr findet man ja Einflüsse aus verschiedensten Musikrichtungen.

Edwards Ja, genau. Wir lassen Jazz, Soul, aber auch Reggae, Funk und Psychedelic Rock in unsere Musik einfließen. Und dann kommen noch Hip Hop-Elemente hinzu, durch unseren DJ und Produzenten Paul Godfrey, der dieses Mal leider nicht mit anreisen konnte. Er verlangsamt gerne alte Hip Hop Beats und dann fügen wir Ross‘ Musik und meine Stimme ein. Ich glaube Paul mag allerdings den modernen Hip Hop nicht so, eher die Oldschool-Sachen.

Abgesehen von den unterschiedlichen Musikgenres, was inspiriert euch dazu, Musik zu schreiben?

Edwards Das Leben. Es kann alles sein, ein Nachmittag wie heute, inmitten von Natur, in wunderschönen Bäumen. Oder ein Streit mit meinem Mann. (lacht laut, als ihr Mann dazu stößt)