CLAUDE KARGER

Wer hat denn nun bei den Christsozialen das Sagen? fragt sich das „Wort“ nachdem die Fraktionsbossin Ex-Spitzenkandidat Claude Wiseler bei der „Chamber“-Debatte über die Post-Notstandsgesetze den Vortritt ließ. Auch würden die Oppositionsführerin im Parlament und ihr Parteipräsident „sich immer wieder in die Quere“ kommen. Ach so? Das „Wort“ stellt sich auch Fragen über das Lamento der Oppositionsparteien, sie seien von der Regierung lediglich informiert worden, dass sie aber nicht in die Ausarbeitung der Texte eingebunden worden waren. „Ja, das stimmt, doch die Opposition hat sich auch nicht aus eigenem Antrieb eingebracht. Nichts hätte verhindert, dass die Fraktionen eigene Vorschläge ausgearbeitet hätten“, fiel der Beobachterin auf. In der Tat! Immer nur die Majorität „bashen“ und Rumplänkeln ist ein bisserl mager. Meint übrigens auch der CSV-Boss, der jüngst im CSV-Fernsehen über angeblich neue Ideen philosophierte und eine Art „unité nationale“ heraufbeschwor, müssten sich in dieser langwierigen Krise die politischen Kräfte doch verstärkt bewusst werden, dass sie „eigentlich dem gleichen Land dienen“. Nur Slogans runterrasseln könne da nicht angehen. Na da sind wir mal gespannt auf den neuerlichen „Plang fir Lëtzebuerg“ der Christsozialen. Nicht vergessen, die Majorität mit einzubinden!