Die Monatszeitschrift „forum“ hat sich in ihrer neusten Ausgabe die Außenpolitik in all ihren Facetten vorgeknöpft und stellt eingangs mal fest, dass, „wenn Außenpolitik in der Summe der Handlungen und Äußerungen besteht, die ein Staat unternimmt, um seine Interessen in Konkurrenz und Kooperation mit andere Staaten und internationalen Organisationen durchzusetzen“, der wichtigste Luxemburger Diplomat eigentlich der Finanzminister ist. Heute also „Pierre Gramegna, der gerade den von Juncker und Frieden hinterlassenen Scherbenhaufen zusammenfegt und noch bestehende Sprengfallen Stück für Stück entschärft“. Hui! Aber am „Phänomen Jean Asselborn“, kommt „forum“ natürlich nicht vorbei. Zumal der rasende Steinforter, der täglich in aller Früh Apfelessig mit Honig schlürft, stets strategisch günstig im „Prime Time“ witzelt und gern mal den Bengel schwingt, mit 66 noch immer fitter ist wie so mancher einer. „Auf die Frage, ob er womöglich nach der EU-Präsidentschaft sein Amt niederlegen wird, antwortet er gemäß der Radfahrerlogik, dass er nicht vor Ende des Rennens aufhören könne, sonst würde er sich als Verlierer betrachten“, schreibt „forum“. Und solange Jhang noch einen „Ventoux“ packt, ist das Rennen nicht fertig. Da kommen andere Genossen noch ganz schön in Schwitzen.