OBERPALLEN
JEFF KARIER

„Pall Center“-Gruppe schließt Tankstelle und plant Struktur für nachhaltige Unternehmen

Gestern schloss sich ein Kreis: Im „Pall Center“ fand die symbolische Schließung der Tankstelle, auf 44 „Route d’Arlon“ statt, die 1982 eröffnet wurde und den Grundstein für die „Pall Center“-Gruppe legte. Mit diesem Schritt, so Christianne Wickler, Direktorin der „Pall Center“-Gruppe, vollziehe man einen radikalen Wandel. Denn auf dem Grundstück der ehemaligen Tankstelle entsteht unter dem Namen „Station 44“ eine Struktur mit Büros, die sich an Unternehmen und Start-Ups richten, die nachhaltigen arbeiten.

„Wir werden sozusagen von einem Dienstleiter für Autofahrer zu einem Dienstleister für nachhaltige Unternehmen“, erklärt Wickler. Und das Interesse sei bereits jetzt groß. Das Projekt wurde von dem Architekturbüro Fabian Vandermessen ausgearbeitet und soll Einheiten von 25 bis 1.000 Quadratmeter sowie ein Geschäft von 110 Quadratmetern bieten. Das in dieses Projekt fließende Investment umfasst laut Wickler rund zwei Millionen Euro und es soll Mitte 2018 fertiggestellt sein. Camille Gira, der ehemalige Bürgermeister der Gemeinde Beckerich, und jetzige Staatssekretär für nachhaltige Entwicklung und Umwelt, begrüßte diesen Schritt und lobte das Projekt. Denn die Nutzung von fossilen Energieträgern und somit auch Tankstellen hätte auf lange Sicht keine Zukunft, weshalb eine Reduzierung der Zahl von Tankstellen in Luxemburg logisch sei.

Nachhaltiges Denken

Allgemein ist für die ehemalige Grünen-Abgeordnete Christianne Wickler Nachhaltigkeit sehr wichtig, weshalb bereits 2012 2.500 Quadratmeter Solarpanels auf dem Einkaufszentrum in Oberpallen installiert wurden. Und es sind weitere Projekte geplant, die ebenfalls diesen Gedanken aufgreifen. Angefangen bei einem experimentellen Treibhaus direkt hinter dem „Pall Center“ in Oberpallen, in dem etwa Tomaten und Salate für das eigene Restaurant herangezüchtet werden. Des Weiteren werden ebenfalls in unmittelbarer Nähe des Einkaufszentrums ein kleines Hotel mit sechs Zimmern und Wellness (Investment von einer Million Euro) sowie eine Parkanlage entstehen. „Wir wollen etwas wie ein Naherholungsgebiet schaffen“, erklärt Wickler. Ein weiteres Projekt ist ein weiterer Markt in Steinfort, der Teil eines neuen Wohnprojekts direkt an der Hauptstraße des Dorfes wird.