LUXEMBURG
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Das Land mit dem Rad zu erkunden birgt seine Tücken

Das Problem am Reisen mit dem Rad: Es kann streckenweise ganz schön anstrengend sein. Zu anstrengend für manchen Einsteiger. Daher sind vor allem zwei Dinge wichtig: die Planung und eine gute Infrastruktur. Wir haben einige Tipps gesammelt, die eine Fahrradtour im Großherzogtum für jeden ein Stück erleichtert.

Einfach mit der Bahn unterwegs

Die CFL bietet einen übersichtlichen Katalog von 71 Rad- und Wanderwegen an. Das Konzept: Mit dem Zug zu einem Bahnhof fahren, mit dem Rad bis zum nächsten weiterfahren. Damit ist man nicht auf Rundfahrten beschränkt, kommt aber dennoch per Zug bequem zurück zum Startbahnhof oder mit dem öffentlichen Transport nach Hause.

Die meisten Züge der CFL bieten mittlerweile von außen bereits erkennbar gekennzeichnete Fahrrad-Abteile, was die Reise ungemein erleichtert. Da jedoch nicht jeder Bahnhof barrierefrei ist, kann das Wechseln der Gleise ein Problem darstellen. Praktisch: Das Fahrrad dabei zu haben bringt keine Mehrkosten beim Ticketkauf mit sich. Ein Katalog für die Strecken kann für 29 Euro bei der CFL erworben werden.

Wer zwischendurch umsteigen und zu Fuß unterwegs sein möchte, kann auch auf die „mBox“ zurückgreifen. Mit der „mKaart“ kann man über den Onlineshop des „Verkéiersverbond“ (mshop.lu) ein dementsprechendes Abonnement einrichten. Damit weiß man dann sein Rad in Sicherheit.

Zeit nehmen zum Rasten

Natürlich lässt sich ein Fahrrad überall parken. Wer aber gesicherte Stellflächen sucht, braucht Hotels mit Angeboten speziell für Radler. Recherchieren lassen sie sich zum Beispiel über die Plattform www.bedandbike.lu mit 92 Betrieben in Luxemburg.

Wer in Deutschland oder gar Österreich unterwegs ist, kann auf die Plattform www.bettundbike.de der ADFC mit rund 5.800 radfahrerfreundlichen Gastbetrieben in Deutschland und Österreich - vom Hotel bis zum Campingplatz. Aber auch viele Hotelportale bieten Unterkünfte mit Extras für Radler. Zu den Qualitätsanforderungen des ADFC gehört, dass es für Radfahrer keine Mindestzahl an Übernachtungen gibt - viele wollen auf der Tour ja nur für eine Nacht am selben Ort bleiben. Zudem müssen die Unterkünfte Werkzeug, einen abschließbaren Raum für Fahrräder sowie Möglichkeiten zum Trocknen von Kleidung und Ausrüstung haben.

Schwierigkeitsgrad einschätzen

Einfach drauf loszufahren ist nicht ratsam - vor allem für Anfänger. Deshalb gilt es, sich vorab über den Schwierigkeitsgrad einer Strecke zu informieren. Auf www.pistescyclables.lu kann man die nationalen Fahrradstrecken einsehen und auch eine Einschätzung zu deren Schwierigkeit finden. Abseits der Länge werden auch starke Steigungen angezeigt. Eine Karte lässt sich jeweils als PDF-Datei herunterladen.