NÜRBURGRING
MADY LUTGEN

Persönliche Eindrücke von drei Tagen „Rock am Ring“

Von den Bands her hat mich Rock am Ring dieses Jahr ein wenig enttäuscht. Normalerweise ist man Gruppen gewöhnt die Stadien füllen. Doch solche klassischen „Brüller“ hat man vergebens gesucht.

Das Highlight

Meiner Meinung nach war der Auftritt von „30 Seconds to Mars“ der Höhepunkt des Festivals. Die Band um den Schauspieler Jared Leto hat sich in den letzten Jahren zu echten Star-Band entwickelt. Als Headliner am Freitagabend wussten sie ganz genau, wie sie die Massen zu begeistern haben. Auch wenn ihr neues Album nicht der „Burner“ ist, so sind die drei Jungs als Live-Band unschlagbar.

Einfach nur enttäuschend

Am Samstag standen „Volbeat“ als Headliner auf der „Seat“-Stage. Solch ein langweiliges Konzert habe ich in meinem Leben noch nicht gesehen. Die Masse hat trotzdem gerockt, was blieb den Besuchern auch anderes übrig, als das Beste draus zu machen.

Bombige Stimmung

Die 87.000 Ringrocker sind wohl die verrücktesten Festivalbesucher die es gibt. Hier gibt es nämlich nichts was es nicht gibt. Die einen verkleiden sich, andere laufen fast nackt umher. Eines sind sie aber immer - richtig gut drauf. Ob das etwas mit dem Alkoholkonsum zu tun hat, der auf dem Ring ziemlich hoch ist oder einfach nur an der tollen Musik liegt, das weiß keiner so genau. Doch eines steht fest, jeder hat bei Regen und Sonnenschein eine Party gefeiert, die man wohl noch einige Tage danach spüren wird.

Security: Bis an die Grenzen

Sandra und Marc vom „Securityteam“ standen drei Tage am Eingang des Pressebereichs. Hier macht keiner eine Pause, drei bis vier Stunden Schlaf müssen reichen. „Wir können froh sein, dass wir etwas zu essen und zu trinken bekommen.“ meinte Sandra. „Andere stehen die drei Tage ganz alleine mitten in der Pampa, das geht schon an die eigenen Grenzen“ erzählt Marc. 1.500 Security Leute sind während des Festivals im Einsatz.

Der luxemburgische Campingplatz

Seit über sechs Jahren gibt es bereits diesen Campingplatz auf dem nur Luxemburger zu finden sind. In der Wiese eines freundlichen Bauers versammeln sich ab Dienstags schon die ersten Festivalbesucher mit dem „Roude Léiw“. Das Beste an diesem Platz ist, dass man eine Toiletten und Duschen hat. Früher konnte man sogar das private Badezimmer des Bauern benutzen. Da sich aber immer mehr Luxemburger hier treffen ist dies nicht mehr machbar.

Gelungene Überraschung

Am Samstag machten Gerüchte die Runde, dass die „Beatsteaks“ als Überraschungs-Act auftreten werden. Der Hauptorganisator Andre Lieberberg dementierte aber alle Gerüchte. Bis dann gegen 21.00 anstatt Kate Nash die Berliner Rocker Beatsteaks die Alternativ-Stage betraten. Das Publikum flippte total aus. Welch‘ ein schönes Geschenk an‘s Ringpublikum