LUXEMBURG
CORDELIA CHATON

Thomas Kallstenius, CEO des „Luxembourg Institute of Science and Technology“, zieht nach einem Jahr im Amt eine erste Bilanz

Seit Februar 2019 leitet Thomas Kallstenius das „Luxembourg Institute of Science and Technology“ (LIST), das aus der Fusion des CRP Tudor und des CRP Lippmann hervorgegangen war, zwei öffentlichen Forschungszentren. Das LIST als größtes Forschungsinstitut steht besonders im Fokus. Die Erwartungen an Kallstenius waren hoch, insbesondere nach einem Bericht eines niederländischen Instituts zum Zustand der drei öffentlichen Forschungszentren in Luxemburg, den das Ministerium in Auftrag gegeben hatte. Hier erzählt der schwedische Physiker, was sich am LIST in Belval getan hat.

Herr Kallstenius, Sie sind jetzt seit etwas über einem Jahr im Amt. Was hat sich verändert?

Thomas Kallstenius Wenn man eine neue Stelle dieser Art annimmt, dann ist es sehr wichtig, die Leute kennen zu lernen; sich mit dem Ökosystem vertraut zu machen, auch mit den Industriepartnern. Luxemburg selbst ist für mich nicht neu, da meine Kinder hier geboren sind und wir hier schon gelebt haben. Es ist allerdings sehr interessant zu sehen, wie Luxemburg sich in den vergangenen 15 Jahren verändert hat. 2003, als meine Tochter geboren wurde, war hier in Belval noch kein starkes Innovations-Ökosystem. Dessen Entwicklung hier ist rasant und sehr erstaunlich und hat mich angenehm überrascht. Das war mir gar nicht so klar, bevor ich zum LIST gekommen bin.

Wie haben Sie es geschafft, 620 Mitarbeiter kennen zu lernen?

Kallstenius Mir war ihr Vertrauen wichtig. Eine Organisation wie diese baut auf ihrem Ruf und der Verantwortlichkeit der Eigentümer auf. Ich habe rund 40 Frühstücks-Treffs organisiert, an denen nie mehr als 15 Mitarbeiter teilgenommen haben. Das waren ganz offene Diskussionsrunden. Ich hatte so etwas schon bei meinen vorherigen Stellen gemacht. Alle Fragen sind zugelassen, aber es bleibt vertraulich. Das hilft beim Kennenlernen.

Sie haben auch einen nagelneuen Verwaltungsrat, in dem die hier ewig präsenten Gesichter von Fernand Reinig und Georges Bourscheid fehlen…

Kallstenius Ja, er ist seit Januar im Amt und wird von Jacques Lanners, dem ehemaligen CEO von Ceratizit, angeführt. Es sind hervorragende Profile vertreten, die das Ministerium ausgewählt hat. Das LIST hat Vier-Jahres-Verträge über die Performance, da ist es gut, einen solchen Verwaltungsrat zu haben.

Was haben Sie vom LIST gehört, bevor Sie herkamen?

Kallstenius Schwer zu sagen. Bevor ich zum LIST kam, wusste ich zwar, dass es die Organisation gab, aber hatte in meiner vorherigen Rolle als Direktor für Sicherheitsprogramme bei imec keinen direkten Kontakt dazu. So war das luxemburgische Innovations-Ökosytem in weiten Teilen neu für mich.

Wo waren Sie eigentlich vorher?

Kallstenius Ich war Direktor des Forschungsprogramms beim belgischen Forschungsinstitut imec, das sich vor allem mit Innovation in der Nanoelektronik und den digitalen Technologien beschäftigt hat. Mit über 4.000 Mitarbeitern war es groß verglichen mit dem LIST, das rund 620 Mitarbeiter beschäftigt und kann auch auf eine längere Geschichte zurückblicken. Beim imec habe ich die Zusammenarbeit mit der KU Leuven für ein Forschungsprogramm über Sicherheit und Datenschutz geleitet und war in Projekte zur künstlichen Intelligenz involviert. Dort habe ich viel über best practice gelernt. Vor dieser Station war ich Vizepräsident für Forschung und Innovation bei iMinds, einem Forschungsinstitut, das 2016 mit imec fusionierte.

An welchen technischen Innovationen arbeiten Sie?

Kallstenius Wir haben hier drei Abteilungen: „Material Science“, wo es viel um Komposit-Materialien und Nanomaterialien geht, Umweltinnovationen, die sich mit Nachhaltigkeit und Biotechnologie beschäftigen, sowie digitale Innovationen. In letzterem Bereich beschäftigen sich die Forscher unter anderem mit „Smart Cities“ und „smart mobility“; was ja hier ein sehr wichtiges Thema ist. Wenn man die Lebens- und Verhaltensmuster besser versteht, ist es einfacher, Antworten auf diese Schlüsselfrage zu finden. Darüber hinaus sind auch E-Mobilität und Wasserstoff Themen, die uns interessieren.

Wie vermarkten Sie die Resultate der Recherchen besser?

Kallstenius Das breite Publikum kennt uns wahrscheinlich nicht so gut, was zum Teil daran liegt, dass wir vor allem mit Partnerunternehmen arbeiten und weniger direkt mit Konsumenten in Kontakt sind. Nichtsdestoweniger ist die öffentliche Wahrnehmung wichtig für uns und Teil unserer Mission, ein Schlüsselelement bei der Umwandlung Luxemburgs in eine vertrauenswürdige und nachhaltige digitale Wirtschaft zu sein. Wir arbeiten beispielsweise mit kleinen und mittleren Unternehmen beim „digital innovation hub“ zusammen. Das Coronavirus hat leider eine Reihe von Events, bei denen wir Ergebnisse vorstellen wollten, unmöglich gemacht. Am 17. Juni haben wir einen großen LIST-Tag vorgesehen, bei dem wir unsere bemerkenswertesten Ergebnisse präsentieren wollen. Sprecher aus 20 verschiedenen Abteilungen sind eingeplant. Doch ob dies angesichts der jüngsten Ereignisse haltbar ist, weiß man nicht. Dann muss man unterscheiden zwischen der Sichtbarkeit auf lokaler Ebene und der auf europäischer und internationaler Ebene. Wir sind erst fünf Jahre alt, also noch eine neue Marke. Mit sozialen Medien und über europäische Forschungsorganisationen versuchen wir auch hier, uns sichtbarer zu machen. Darüber hinaus habe ich dank meiner Mitarbeiter natürlich auch 620 Botschafter im Haus.

Eine Ihrer Aufgaben ist die Beratung der Politik. Wie läuft das?

Kallstenius Wir arbeiten eng mit den verschiedenen Ministerien zusammen, zum Teil über Rahmenprogramme wie beispielsweise mit dem Umweltministerium. Wegen des Coronavirus sind wir täglich in Absprache mit dem Gesundheitsministerium und haben ein eigenes Krisenkomitee.

Der Finanzindustrie, die für Luxemburg sehr wichtig ist, geht es nicht besonders gut. Wie unterstützten Sie diese mit Ihrer Forschung?

Kallstenius Ich selbst bin kein FinTech-Experte, aber wir verfügen beim LIST über diese Kompetenzen, denn vieles hat mit Regulierung und Compliance zu tun. Wie kann ich das beweisen oder eventuell auch automatisieren? Systeme wie Blockchain und andere können hier Vertrauen schaffen und bei „smart contracts“ helfen

Sie haben vorhin das Thema Wasserstoff angesprochen. Das ist hier noch nicht sehr weit fortgeschritten….

Kallstenius Es ist mit vielen Fragen verbunden wie: Was passiert, wenn bestimmte Autos nicht erlaubt sind? Wie würde der Markt reagieren? Ich selbst fahre ein E-Auto und finde das sehr angenehm. Aber das hat sich noch nicht überall durchgesetzt…

Zur Person

Thomas Kallstenius

Der Physiker und promovierter Materialwissenschaftler wurde am 1. Februar 2019 CEO des „Luxembourg Institute of Science and Technology“ (LIST). Die Umsetzung von Forschungsergebnissen in sozioökonomische und kommerzielle Auswirkungen war schon immer die Mission und der Hauptantrieb seiner Karriere. Zuvor war der Schwede Forschungsdirektor beim belgischen imec-Institut sowie Vizepräsident beim Forschungsinstitut iMinds, das 2016 mit dem imec fusionierte. Zuvor arbeitete er bei Bell Labs sowie Alcatel Lucent in Marketing und Forschung. Kallstenius hat an der schwedischen Universität von Uppsala promoviert und einen MBA in Belgien erworben. Der 49-Jährige ist verheiratet und hat zwei Kinder.
Der neue Verwaltungsrat des LIST

Honorige Mitglieder

Seit dem 1. Januar 2020 besteht der Verwaltungsrat des LIST aus folgenden Mitgliedern:

• Jacques Lanners „Independent director“- Verwaltungsratspräsident
• Eva Kremer Stellv. Direktorin der „Société Nationale de Crédit et d’Investissement“ – stellv.  Verwaltungsratspräsidentin
• Tom Battin Professor an der „Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne“ (Schweiz)
• Candi Carrera Landesmanager „Microsoft Luxemburg“
• Etienne Jacqué Konzernleiter Forschung & Entwicklung bei „CEBI International SA“
• Isabelle Kolber, Laborleiterin beim SEBES („Syndicat des eaux d’Esch-sur-Sûre“)
• Letizia Lukas, Geschäftsführerin „Exigo SA“
• Marie-Christine Mariani, CEO „MCM SARL“
• Diane Wolter Unabhängige Philanthropie-Beraterin
• Robert Kerger Regierungsrat beim Bildungs- und Forschungsministerium, als Regierungskommissar

Tropfen, Biogas und selbstfahrende Autos

Das LIST hat drei Abteilungen namens „Materials Research and Technology“, „Environmental Research and Innovation“ sowie „IT for innovative Services“ - In allen wird an sehr unterschiedlichen Projekten gearbeitet, zu denen das LIST einiges auf seiner Webseite bekanntgibt. Wir haben einige Forschungsprojekte ausgewählt


In der Abteilung „Materials Research and Technology“ wird unter anderem zu Wasserstoff und zur elektronischen Speicherung geforscht

HePhoto | Wasserstoff-Technologie
Die elektrokatalytische Technologie ist eine von mehreren Methoden, die derzeit zur Wasserspaltung eingesetzt werden. Dabei handelt es sich um die chemische Reaktion, bei der Wassermoleküle aufgespalten werden, um Sauerstoff- und Wasserstoffmoleküle zu erzeugen. Gegenwärtig beruht die Wasserspaltung hauptsächlich auf Katalysatoren aus seltenen Metallen wie Platin oder Ruthenium, die aufgrund ihrer Kosten und ihrer Knappheit nur begrenzt eingesetzt werden. Das HePhoto-Projekt soll hier Abhilfe schaffen. HePhoto ist die Abkürzung für „High Efficient Water Splitting over Fe:NaTaO3 Photocatalysts“. Dieses Projekt ist Teil des gemeinsamen Labors zwischen dem Luxemburger Institut für Wissenschaft und Technologie (LIST) und der französischen Firma 3D-Oxide. In diesem Projekt wird eine neuartige Technik namens „Chemical Beam Vapour Deposition“ (CBVD) angewandt, eine Dünnschichtabscheidung, die unter Hochvakuumbedingungen arbeitet und bei der das Filmwachstum durch thermisch aktivierte chemische Zersetzung von Vorläufermolekülen an der Substratoberfläche erfolgt. Diese Technik kann ein alternativer Weg sein, um die derzeitigen Beschränkungen des Wachstums von Photokatalysatoren zu umgehen. Der Erfolg des Projekts kann dazu beitragen, ein effizientes Schlüsselelement wie die Photoelektrode für die umweltfreundliche Wasserstoffproduktion auf Wasserbasis bereitzustellen.

CLEANH2
Das Projekt CLEANH2 steht im allgemeinen Kontext der aktuellen weltweiten Energie- und Umweltkrise. Es zielt darauf ab, eine neue Generation von Photokatalysatoren für die kostengünstige, saubere und effiziente Herstellung von Wasserstoff aus der solaren Wasserspaltung zu entwickeln, der bislang hauptsächlich aus fossilen Brennstoffen hergestellt wird. Darüber hinaus forscht das LIST an Wasserstoff-Brennstoffzellen, ein neues Konzept, das auch für zukünftige Anwendungen wie Sensorik oder photovoltaische Geräte genutzt werden soll. Im Rahmen des Projekts DISAFECAP geht es um Technologien für die elektrische Lagerhaltung. Das französisch-luxemburgische Projekt soll die Herstellung neuer polymerer Materialien und Vorrichtungen mit einem noch nie dagewesenen Maß an mechanischer und elektrochemischer Leistung ermöglichen. Mit der italienischen „Politecnico di Torino“ läuft eine Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Li-Batterien.


In der Abteilung „Environmental Research and Innovation“ geht es unter anderem um Mikroben und ihre Verdauung im Bereich der erneuerbaren Energie (Biogas) sowie um nachhaltige Gebäude mit intelligenten Netzen

CLOMICS | Biogas mit neuen Helfern
Bei diesem Projekt geht es um den Kontext der anaeroben Verdauung. Viele Mikroben mit potenzieller industrieller und biomedizinischer Bedeutung wurden in Studien identifiziert. Doch aufgrund der Wachstumsbedingungen wurde nur eine begrenzte Vielfalt von Mikroben kultiviert. So wurden beispielsweise die Cloacimonetes-Bakterien trotz ihrer Häufigkeit in anaeroben Verdauungsumgebungen erst kürzlich identifiziert, obwohl sie offenbar eine wichtige Rolle in der anaeroben Verdauung spielen. Doch sie wachsen nicht in Reinkulturen unter traditionellen Kultivierungsmethoden und wurden daher bislang in der Wissenschaft so gut wie nicht beachtet. Aber jüngste Fortschritte in der DNA-Sequenzierung und Bioinformatik ermöglichen es, Mikroben zu untersuchen, ohne sie wachsen zu lassen. CLOMICS hat das Ziel, die Eigenschaften der neu entdeckte Cloacimonetes-Bakterien für anaerobe Verdauungsreaktoren zu testen. Sie könnten eine Rolle bei Biogas spielen. Biogas ist eine Möglichkeit zur Erzeugung erneuerbarer Energie, die jedoch wirtschaftlich wenig interessant ist, wenn die derzeitige Technologie nicht verbessert wird. Die vorläufigen Ergebnisse von CLOMICS zeigten die Fähigkeit, eine hohe Methanproduktion wiederherzustellen. Im Labor wurde eine erhöhte Methanausbeute von 20 Prozent bis 50 Prozent nachgewiesen, die das Potenzial von Cloacimonetes zur Verbesserung des anaeroben Faulungsprozesses zeigt. Das LIST meldete bereits ein Patent an.

gENESIS
Bei diesem Projekt geht es um Energiemanagementsystem für intelligente nachhaltige Gebäude: Planung, Betrieb und optimale Integration in die intelligente Energie.
Der Gebäudesektor, der für 36 Prozent  der CO2-Emissionen in der Europäischen Union verantwortlich ist, war das Ziel der jüngsten Richtlinien, die darauf abzielen, die Verbesserung der Energieeffizienz zu fördern. Bis Ende 2020 soll jedes neue Gebäude in der EU ein nahezu energiefreies Gebäude (nZEB) sein, was bedeutet, dass die Produktion und der Verbrauch von Energie aus erneuerbaren Energiequellen vor Ort jährlich nahezu ausgeglichen sein müssen. Doch auch ein Energiemanagementsystem (EMS) zur optimalen Steuerung ist wichtig. Die Umweltauswirkungen von EE-Strom und Speichern sind jedoch noch nicht in die Optimierungsprozesse integriert worden. Hier setzt gENESiS an. Koordiniert von LIST, will es das Energiemanagementsystem einer neuen oder bestehenden nZEB optimal gestalten und betreiben, wobei die optimale Integration in das intelligente Stromnetz berücksichtigt wird. Dazu wird zunächst ein neues Modell entwickelt. Die Umweltauswirkungen verschiedener erneuerbarer Energie- und Speichertechnologien werden zum ersten Mal in mathematische Programmierprobleme eingebettet, die auf nZEBs angewendet werden. Dann geht es um die Optimierung des Gebäudebetriebs. Das Ziel ist es, die Betriebskosten zu minimieren und den Gewinn der Beteiligten zu maximieren, während gleichzeitig die technischen Betriebsbedingungen erfüllt werden. Netzbetreiber sollen ein umfassendes Management-Tool erhalten. Geplant sind drei Prototypen für die optimale Planung von Gebäuden, den optimalen Betrieb von Gebäuden und den optimalen Betrieb von Verteilnetzen unter Ausnutzung der Flexibilität von nZEBs. Beim LIST ist man überzeugt, dass die Erstellung von Prototypen im Gebäude- und Wohngebietsmaßstab den Weg für Folgeprojekte mit potenziellen Industriepartnern zur Entwicklung eines hochleistungsfähigen Instruments eröffnet.


Im Bereich „IT for Innovative Services“ geht es unter anderem um die Verbesserung des Fahrverhaltens und die Akzeptanz von autonomen und verbundenen Fahrzeugen

PAsCAL
Bei vernetzten und autonomen Fahrzeugen (CAV) stellen sich eine Reihe von Fragen, wenn es darum geht, die komplexen Mensch-Maschine-Interaktionen zu berücksichtigen. Denn die Menschen werden mit neuen Situationen konfrontiert. Da es bislang vor allem um Technik ging, wurde das oft außer Acht gelassen. Darüber hinaus haben jüngste Studien gezeigt, dass die Mehrheit der Bevölkerung gegenüber CAV offenbar zurückhaltend ist. Das zeigt die Herausforderung. Das von der Europäischen Kommission geförderte Projekt PAsCAL zielt darauf ab, die Akzeptanz für die zukünftige CAV durch einen interdisziplinären Ansatz, der innovative humanwissenschaftliche und technologische Instrumente kombiniert, zu bewerten. Das Ziel dieses internationalen Projekts, das von LIST koordiniert wird, ist die Entwicklung einer Plattform, die zuverlässige und entworfene Spezifikationen für die Profile aller Benutzer sammelt: von den Herstellern über die Behörden bis hin zu den Bürgern. Das LIST wird für die Simulation realistischer Szenarien verantwortlich sein. PAsCAL wird die Schaffung von Guide2autonomy ermöglichen, einer einzigartigen europäischen Plattform, die Spezifikationen für die verschiedenen Nutzerprofile bereitstellt. Sie wird sowohl für die Herstellung von CAVs als auch für die Stadtplanung oder die Sensibilisierung der Bürger für diese zukünftige Mobilität von großem Interesse sein.