BERCHEM
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LKW-Parkplatz bei Berchem soll durch moderne Technologie smarter werden

Die Raststätte bei Berchem entlang der Autobahn A3 ist eine der größten Autobahntankstellen und Rastplätze der Welt. Mehrere hundert Lastwagen stoppen hier - Tag um Tag. Teilweise kommt es zu langen Schlangen und abgestellten Fahrzeugen in den Ein- und Ausfahrten, weil nicht genügend Stellplätze frei sind; ein größeres Risiko. Um das große Verkehrsaufkommen besser organisieren zu können, wird die Raststätte seit einiger Zeit neu organisiert und modernisiert - und bekommt ein smartes Leitsystem spendiert.

Eigentlich sollten die Arbeiten bereits abgeschlossen sein, das Projekt verzögert sich aber noch bis ins kommende Jahr.

Geplant ist, dass die verfügbare Fläche für Stellplätze mit dem Ausbau und der Modernisierung rund verdoppelt werden soll. Derzeit stehen nur rund 50 Stellplätze zur Verfügung Der schlimmste Teil des Problems - fehlende Stellplätze - wäre gelöst. Gemeinsam mit dem deutschen Unternehmen M+C LKW-Parksysteme wird zusammen gearbeitet, um die Verdopplung an Stellplätzen auf der gleich bleibenden Fläche verwirklichen zu können.

Zuweisung durch Computersystem

Zu diesem Zweck werden die LKWs ganz dicht aneinander in Reihen geparkt; wie auf einer Autofähre. Damit niemand von anderen Trucks zugeparkt und am Weiterfahren gehindert wird, soll ein Computersystem bei der Zuweisung der Stellplätze helfen.

Ein Computerterminal, an das die Lastwagenfahrer bei ihrer Einfahrt in die Raststätte anhalten, berechnet die Abfahrtzeiten und Länge des Lastwagens und weist dem Fahrer nach einer kurzen Berechnung einen Stellplatz zu, in den er sich zu stellen hat. So kann man beruhigt in die Pause gehen, die man sich selbst gesetzt hat, und kommt später sorglos wieder raus.

Auf diese Weise können die Trucks dicht an dicht stehen, ohne zu befürchten, dass sie nicht mehr weiter können - und auf derselben Fläche kommen mehr Laster unter. Das System ist als „telematisch gesteuertes LKW-Kolonnenparken“ (TGL) bekannt und europaweist patentiert; erfunden hat es Dr. Klaus Manns, M+C LKW-Parkysteme hat die Lizenz für den Vertrieb. Das System soll zudem per Lasermessgeräten überwacht werden, falls sich doch jemand falsch parken sollte.

Das Konzept ist bereits in Deutschland bei Montabaur, Regensburg oder Velburg erprobt und eingesetzt worden, wo sich die Anzahl der Stellplätze stets erhöhte.

Nachgefragt bei „Ponts et Chaussées“

Fertigstellung verzögert sich

Die für November dieses Jahres geplante Fertigstellung des erweiterten Lkw-Parkplatzes mitsamt einem intelligenten Leitsystem wird sich aufgrund einer verspäteten Lieferung einer Signalbrücke aller Voraussicht nach ins nächste Jahr hinauszögern. Das erklärt Paul Mangen, stellvertretender Direktor der Straßenbauverwaltung, auf „Journal“-Nachfrage. Der Parkplatz an sich könne zwar genutzt werden und auch die Markierungsarbeiten seien soweit abgeschlossen, die Fertigstellung des eigentlichen Leitsystems stehe indes noch aus.  CB