WALFERDINGEN
SIM

Zurück auf die Schulbank beim traditionellen RTL-Diktat

Da rauchte schon bald so mancher Kopf, als Jemp Schuster gestern Morgen in Walferdingen zu diktieren begann. Das RTL-Diktat auf Luxemburgisch, Deutsch und Französisch ist inzwischen zu einer festen und beliebten Tradition bei den „Walfer Bicherdeeg“ geworden. Ein Honigschlecken ist es nie. Lustig aber irgendwie trotzdem, weshalb Jahr um Jahr die „Schulbänke“ im Festzelt auch gut - und teils prominent - besetzt sind. Diesmal hatte Schuster Teile des Regelwerks der luxemburgischen Orthografie als Grundlage für sein Lëtzebuergesch-Diktat genommen. Mehr als ein Teilnehmer wird bereits beim ersten Satz stark ins Grübeln geraten sein: „Wa méi wéi dräi e-en openeentreffen, kann an Zesummesetzunge mat eegestännege Wierder e Bindestréch gesat ginn, fir datt et besser ze liesen ass. Mir schreiwen also: E Stree-Eemer oder e Streeeemer“.

Manche Stifte gerieten zwischendurch immer wieder ins Stocken, Lesebrillen wurden zurechtgerückt, die Blicke angestrengter und fragender, Schweißperlen bildeten sich auf mehr als einer Stirn und manch einer spähte gar heimlich aufs Blatt des Sitznachbarn. Aber Spaß hat es trotzdem gemacht. Irgendwie dürfte die Übung viele doch an ihre eigne Schulzeit erinnert haben.

Bestes Resultat: 36 Fehler

Preise gab es natürlich auch. Zwei Frauen hatten am Ende die Nase vorne: Marielle Molitor und Samira Hoffmann hatten die wenigsten Fehler geschrieben, nämlich 36 in den drei Sprachen.