ETTELBRÜCK
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50 Jahre Zigarettenfabrik Heintz van Landewyck in Ettelbrück

Am Freitag feierte das Traditionshaus Heintz van Landewyck auf Schloss Vianden das 50jährige Jubiläum seines Zweigwerkes in Ettelbrück. Nachdem Marc Wagner im Namen der Landewyck Gruppe die Gäste, darunter ein Großteil der Belegschaft, begrüßt hatte und auf das schwierige Umfeld der Zigarettenindustrie durch strengere Rauchverbote hingewiesen hatte, skizzierte Charles Krombach die Geschichte dieser Niederlassung, die 1963 eingeweiht wurde. Eigentlich geht die Tabak Tradition in der Pattonstadt auf das Jahr 1815 zurück, wo Michel Fixmer eine erste Tabak Manufaktur in Betrieb nahm. Nach dem Tod von dessen Nachfahren Charles Fixmer 1939, übernahm Heintz van Landewyck den Betrieb.

KENT für Europa

Im Rahmen der Industrialisierung in den 1960er Jahren wurde ein Joint venture mit dem amerikanischen Zigarettenproduzenten Lorillard unterschrieben, womit Zigaretten der Marke „Kent“ aus dem Haus Landewyck in Europa vertrieben werden konnten.

Diese wurden in dem neuen Werk „Lorillard“ in Ettelbrück ab 1963 hergestellt. Neu waren die Verwendung von „Crush Proof“ Packungen und ab 1974 die Verwendung von Filtern. Eine Vergrößerung der Produktionshalle wurde notwendig um den neuen Anforderungen gerecht zu werden.

Von „Lorillard“ zu Heintz van Landewyck

Nach der Trennung von Lorillard 1978, war der Standort Ettelbrück gefährdet. Durch den Einstieg in das Geschäft von Handelsmarken Zigaretten für Kaufhäuser konnten die Produktion in Ettelbrück aufrechterhalten und sogar erweitert werden.

Konzentration der Aufgaben

1989 zentralisierte Heinz van Landewyck die Aufbereitung des Tabaks im Hauptwerk in Hollerich. In Ettelbrück wurde hingegen die Filter Produktion für die Landewyck Gruppe zentralisiert. In den folgenden Jahren wurden die Produktionsmaschinen modernisiert und damit die Produktion wesentlich gesteigert, von drei Milliarden Zigaretten im Jahr 2000 auf 5,5 Milliarden im Rekordjahr 2005. Seither werden in Ettelbrück 50 % der Landewyck Zigaretten hergestellt, wobei der größte Teil für den Export bestimmt

Schwieriges Umfeld

In einem schwierigen Umfeld konnte das Ettelbrücker Werk seine Position während nunmehr 50 Jahren behaupten, dies nicht zuletzt dank des Engagements eines weitsichtigen Luxemburger Managements.