LUXEMBURG
CHRISTIAN SPIELMANN

„Luxembourg City Film Festival“ mit vielfältigem Programm vom 2. bis 12. März

„Das erste Festival 2007 war kein gutes. Das von 2017 wird das Beste der Welt!“, versprach Robert Garcia während der Vorstellung der diesjährigen Ausgabe des „Luxembourg City Film Festival“, das vom 2. bis 12. März stattfinden wird. Das Programm präsentierten die Organisatoren gestern in der Cinémathèque. Garcia vertrat übrigens die verletzte Festivalpräsidentin Colette Flesch. Die Stadt Luxemburg war durch Bürgermeisterin Lydie Polfer vertreten, das Kulturministerium durch den Staatssekretär Guy Arendt, der Film Fund durch seinen Direktor Guy Daleiden und das Auswahlkomitee des Festivals durch Viviane Thill.

Festivalkoordinatorin Gladys Lazareff und Programmverantwortlicher Alexis Juncosa gingen im Detail auf das Programm ein, das wiederum riesig ist. „Das Beste des nationalen Schaffens begegnet dem Besten des internationalen Schaffens“, zeigte sich Kulturstaatssekretär Arendt überzeugt.

Offizielle Wettbewerbe

Zehn Filme sind für den offiziellen Wettbewerb ausgewählt worden (siehe Infokasten). Die Jury setzt sich zusammen aus den Regisseuren Christophe Wagner, Santiago Amigorena und Faouzi Bensaïdi, den Schauspielerinnen Monia Chokri und Hande Kodja und dem Schauspieler Dominique Besnehard. Neben dieser Jury müssen sich die „Jury Jeune“, die Pressejury und die neu gegründete Kinderjury für ihre Lieblingsfilme entscheiden. Im Dokumentarfilm-Wettbewerb sind es Produzent Vladimir Kokh, Regisseur Arnaud Lambert und Festivaldirektor (unter anderem Deauville) Jérôme Lasserre, die den besten Film unter sieben wählen müssen.

Filme für alle

Das Festival bietet für Jugendliche und Kinder etliche Filme an, wie zum Beispiel den luxemburgischen Animationsfilm „Richard the Stork“. Weitere luxemburgische Koproduktionen feiern während des Festivals ihre heimische Premiere, wie „Barrage“ von Laura Schroeder, „Die Nacht der 1.000 Stunden“ von Virgil Widrich, der Animationsfilm „Ethel & Ernest“ von Roger Mainwood, „Een Echte Vermeer“ von Rudolf van den Berg, „Es war einmal in Deutschland …“ von Sam Garbarski, „MappaMundi“ von Bady Minck und „Storm - Letters van Vuur“ von Dennis Bots. Neue Kurzfilme von luxemburgischen Regisseuren kommen ebenfalls zu Ehren. Auch werden verschiedene Filme in Vorpremiere gezeigt, wie „Free Fire“ von Ben Wheatley, „Miss Sloane“ von John Madden oder „Orpheline“ von Arnaud des Paillières.

Weitere Events

Eine neue Sparte heißt „Carte Blanche“, und hier zeigt die Bank BGL BNP Paribas den französischen Film „Telle mère, telle fille“ von Noémie Saglio in Welturaufführung.

Neben den filmischen Glanzlichtern in den Sälen von „Utopia“, „Utopolis“ und der Cinémathèque sind Events im Casino Luxembourg, den Rotondes, der Abtei Neimënster, dem Mudam und dem „Cercle Cité“ geplant. So dürfte der „Pavillon Réalité Virtuelle“ im Casino auf Interesse stoßen, da hier neue digitale Welten erforscht werden. Andy Bauschs „Troublemaker“ wird in den Rotondes als Ciné-Live gezeigt, mit neuer Musik von der Gruppe „Sh’napan“.

„Denial“ von Mick Jackson wird das Festival eröffnen, und mit „Song to Song“ von Terrence Malick wird es am 12. März beendet. Die Preise werden im Rahmen einer eigenen Veranstaltung am 10. März überreicht, nach welcher der Film „Django“ über den Musiker Django Reinhardt von Etienne Comar gezeigt wird.

Als Ehrengäste erwartet man den amerikanischen Schauspieler Ray Liotta, dem eine kleine Retrospektive gewidmet ist, sowie den amerikanischen Schriftsteller Douglas Kennedy. Daneben werden viele weitere Gäste erwartet, unter anderem aus den Wettbewerbsfilmen.

Tickets für die Vorstellung sollte man im Vorfeld entweder an den Vorverkaufsstellen im Großen Theater, der Cinémathèque oder im Hauptquartier des Festivals bei der „Gëlle Fra“ kaufen oder via Internet unter www.luxembourgticket.lu. In den Kinos werden keine Tickets mehr verkauft. Das Programm und alle weiteren Informationen findet man unter www.luxfilmfest.lu 

ZUM FESTIVAL

Filme im offiziellen Wettbewerb

- „Dark Night“ von Tim Sutton
- „Slava“ (Glory) von Kristina Grozeva und Petar Valchanov
- „Grave“ von Julia Ducournau
- „Skhvisi Sakhli“ (House of Others) von Rusudan Glurjidze
- „Wo Bu Shi Pan Jinlian“ (I am not Madame Bovary) von Feng Xiaogang
- „Nelly“ von Anne Émond
- „Sámi Blood“ von Amanda Kernell
- „The Lost City of Z“ von James Gray
- „Toivon Tuolla Puolen“ (The Other Side of Hope) von Aki Kaurismäki
- „Transpecos“ von Greg Kwedar