LUXEMBURG
SVEN WOHL

Mit neuem Konzept dürfen auf Campingplätzen Animationen wieder stattfinden

Unter der Pandemie leidet auch die Tourismusbranche. Während man bemüht ist, weiter attraktiv für Touristen daheim und aus dem Umland zu bleiben, machen die Umstände viele Aktivitäten umständlich, wenn nicht gar unmöglich. Die Ferienanimationen auf den Campingplätzen mussten abgesagt werden, schreiben auch die CSV-Abgeordneten Martine Hansen und Marco Schank in ihrer gemeinsamen parlamentarischen Anfrage.

Mit Einschränkungen umsetzbar

Die Gründe hierfür sind schnell gefunden. Tourismusminister Lex Delles (DP) und Bildungsminister Claude Meisch (DP) gehen in ihrer gemeinsamen Antwort auf sie ein. So hätte man Mitte Mai im Kontext der sanitären Krise die „Offices Regionaux du Tourisme“ (ORT) angewiesen, die Animationen auf den Campingplätzen, so wie sie in den vergangenen Jahren stattgefunden hätten, nicht zu organisieren.

Diese wurden meistens von Studenten umgesetzt, wobei bis zu drei Campingplätze innerhalb eines Tages angesteuert werden konnten. Hier wurden große Gruppen von Kindern angesprochen, teils mit Aktivitäten, die einen direkten Kontakt voraussetzten. Dabei hätte sich die Zusammensetzung dieser Gruppen ständig verändert, was sie in Zeiten von Corona natürlich umso verwundbarer und gefährlicher machte. Mittlerweile sei man jedoch wieder so weit bei den Lockerungen fortgeschritten, dass man Animationen prinzipiell wieder organisieren kann. Was die Ferienaktivitäten angeht, so setzt man auf temporäre sanitarische Empfehlungen, so die Minister. Diese wurden vom Gesundheitsministerium in Zusammenarbeit mit dem Bildungsministerium für die Organisatoren und Anbieter von Ferienaktivitäten ausgearbeitet. Kinder und Jugendliche sollen nur noch in Gruppen von bis zu 50 Personen zusammenkommen. Die Zusammensetzung dieser Gruppe darf sich über den ganzen Sommer nicht verändern. Auch darf sich eine solche fixe Gruppe nicht mit anderen vermischen.

Das Tragen von Masken wie auch das Social Distancing sei in diesen Gruppen zwar nicht obligatorisch, jedoch empfohlen. Derweil wurde das pädagogische Personal einer speziellen Ausbildung durch das „Service national de Jeunesse“ (SNJ) unterzogen. Diese sollen die Kinder und Jugendliche bezüglich der Barrieregesten und des Social Distancing sensibilisieren.

Feste Gruppen kann man natürlich nicht auf den Campingplätzen bilden. Deshalb wurde ein neues Konzept für die touristische Animation dieser Saison ausgearbeitet. Diese soll die sanitären Maßnahmen voll und ganz respektieren. In diesem Kontext soll nicht nur auf Studenten, sondern auch auf externe Anbieter zurückgegriffen werden. Dieses Animationsprogramm soll am 20. Juli anlaufen.