LUXEMBURG
CHRISTIAN SPIELMANN

Mit „Rogue One“ beginnt eine Serie mit Nebengeschichten zur „Star Wars“-Saga

Ehe nächstes Jahr Episode 8 der „Star Wars“-Saga in die Kinos kommt, startete am Mittwoch mit „Rogue One - A Star Wars Story“ eine Geschichte, die in der Zeit des Epos spielt, dessen erster Teil „Star Wars“ - später in Kapitel 4 umgetauft - von George Lucas 1977 realisiert wurde. Regisseur Gareth Edwards erzählt im Prinzip eine in sich abgeschlossene Geschichte, die vor Lucas erstem Film spielt.

Nur werden Zuschauer, die sich im „Star Wars“-Universum nicht auskennen, die Umstände der Handlung nicht unbedingt begreifen. Eine Einleitung für Neulinge wäre für das Verstehen des Kampfes der Rebellen gegen das tyrannische Imperium wichtig gewesen. So kann man sich fragen, wer zum Beispiel Darth Vader ist oder Grand Moff Tarkin - ja, Peter Cushing (1913 - 1994) ist per Tricktechnik wieder auferstanden - oder die in Weiß gekleidete blonde Frau am Ende des Films.

Der Todesstern entsteht

Galen Erso (Mads Mikkelsen) und seine Frau Lyra (Valene Kane) haben sich vom Imperium abgesetzt. Doch ihr Versteck fliegt auf, und Orson Krennic (Ben Mendelsohn) droht ihre Tochter Jyn zu töten, sollte Galen nicht sofort seine Arbeit für das Imperium wieder aufnehmen. Eigentlich sollte sich Saw Gerrera (Forest Whitaker) um Jyn kümmern, doch Jahre später sitzt sie (Felicity Jones) in Handschellen in einem Fahrzeug des Imperiums, das sie in ein Arbeitslager transportiert. Rebellen befreien sie und bringen sie in ihr Hauptquartier. Hier erfährt sie, dass ein Pilot, Bodhi Rook (Riz Ahmed), mit einer Nachricht von Galen von Saw gefasst wurde. Sie soll in Begleitung von Cassian Andor (Diego Luna) und dem Androiden K-2SO zum Planeten Jedha fliegen, wo sie Saw aufsuchen soll. Weil er sie kennt, könnte sie so erfahren, wo sich Galen aufhält. Saw spielt Jyn das Hologramm mit der Nachricht ab, und sie erfährt, dass ihr Vater die neue Waffe des Imperiums, den Todesstern, gebaut, aber eine Lücke eingebaut hat. Krennic hat sich Jedha ausgesucht, um die Wirkung vom Todesstern zu testen und sich nebenbei von Saw zu entledigen.

Ehe der Planet in seine Bestandteile zerfällt, können Jyn, Cassian und K-2SO entkommen, in Begleitung des blinden Chirrut (Donnie Yen), seines Begleiters Baze (Wen Jiang) und Bodhi. Jyn will unbedingt ihren Vater retten, der sich auf dem Planeten Eadu aufhält. Während einer Attacke der Rebellen wird dieser jedoch getötet. Nun gilt es die Pläne des Todessterns auf dem Planeten Scarif zu finden, ein Hochsicherheitstrakt des Imperiums. Aber es ist die einzige Möglichkeit, um einen Weg zu finden, die Waffe zu zerstören.

Action wie gewohnt

Allzu viel Neues hat „Rogue One“ nicht zu bieten. Alles - die Raumschiffe, Planeten, Roboter, Sturmtruppen, Waffen - sieht irgendwie bekannt aus, bis auf den Droiden K-2SO, der mit seinen Wahrscheinlichkeitsrechnungen für Lacher sorgt, und der blinde Chirrut, der an die Macht (Force) glaubt und alle mit seinem (Blinden)Stab niederstreckt.

Während 133 Minuten ist in bewährter „Star Wars“-Manier für Spannung gesorgt, und wenn man nicht allzu sehr auf Details achtet, wie zum Beispiel, dass eine Reise von einem Lichtjahr immer noch eine Sache von Sekunden ist, wird man sogar gut unterhalten.

Die talentierte Felicity Jones spielt zurzeit in „Inferno“ und wird demnächst in „A Monster Calls“ zu sehen sein. Den Mexikaner Diego Luna sah man zuletzt in „Blood Father“. Was als nächstes in der Reihe von Geschichten aus der Welt von „Star Wars“ auf uns zukommen wird, ist noch ein Geheimnis.