PASCAL STEINWACHS

So ein Zufall aber auch: Derweil sich die „Revue“ in ihrer dieswöchigen Ausgabe mit CSV-Schöngeist Claude Wiseler befasst („bis heute ist die französische Literatur sein Steckenpferd“), sprach das „Tageblatt“ mit CSV- „Schwergewicht“ Marc Spautz („als CSV-Parteipräsident zieht er so manche Fäden auf und hinter der politischen Bühne“). Nicht zuletzt weil der Eindruck entstehe, dass „bei der CSV eine Arbeitsteilung“ bestünde: Spautz sei der „Bulldozer“, „der Mann fürs Grobe“, wohingegen Wiseler „für die Feinarbeit“ zuständig sei.

Marc Spautz parliert dann auch definitiv Klartext, und macht keinen Hehl daraus, was er von den politischen Spielchen von seiner Parteifreundin und Möchtegernspitzenkandidatin Viviane Reding hält, nämlich nicht viel. Auf die Bemerkung, dass es in der CSV ja eine Person gebe, die wisse, „dass sie für mehrere Ämter geeignet wäre“, antwortet Spautz lapidar, dass man das „die Dame selbst fragen“ müsse. Er finde es jedenfalls nicht gut, „wenn man so vorprescht, nicht nur bei uns“. Da trifft es sich gut, dass Reding gestern eine ellenlange Liste herausschicken ließ, wo sie in naher Zukunft überall auftreten wird. Dagegen war „Juncker on Tour“ nur Pillepalle...