Huch, da hat der rote Dany gegenüber dem Erzbistums-„Wort“ doch tatsächlich das ausgesprochen, was schon seit Wochen von den Dächern gespatzt wird, nämlich dass Ex-Premier Juncker in Wirklichkeit gar kein José Manuel, sondern viel lieber ein Van Rompuy werden will. Warum? „Kommissionspräsident wäre zu viel Arbeit für Juncker“, so Cohn-Bendit, der damit fünf vor zwölf vor seinem Rückzug aus der Politik ein offenes Geheimnis ausplaudert. Er könne zwar verstehen, dass die Kommissionspräsidentschaft Juncker zu viel Arbeit sei, „aber dann soll er es gleich sagen“. Die 68er-Ikone findet es dann auch „unredlich“, Juncker „für den Wahlkampf als Kommissionspräsidenten vorzuschlagen, um ihn dann rüber zu schieben als Ratspräsident“. Der CSV dürfte das herzlich schnuppe sein, Hauptsache ihr Fraktionschef macht einen Abflug. Das „Wort“ nutzte dann aber auch die Gelegenheit zu einem kleinen Seitenhieb auf die altersmäßig gesehen zwar schon etwas fortgeschrittene, aber nichtsdestotrotz immer noch rüstige Weinimkerin Astrid Lulling, indem es dem freiwillig abtretenden Cohn-Bendit die leicht fiese „Andere wollen mit weit über 80 noch mal bei den nächsten Wahlen antreten“-Frage stellte. Wenn Fräulein Lulling dem Journalisten da mal nicht den Hintern versohlt...