LUXEMBURG-KIRCHBERG
NICO PLEIMLING

Technische Kontrolle: François Bausch wünscht sich Inkrafttreten zum 1. Januar 2015

Schon seit Monaten rumorte es in Sachen Reform der technischen Kontrolle für Fahrzeuge. Transportminister François Bausch kündigte während des diesjährigen Autofestivals an, dass es zu Änderungen bei den - wegen häufig langen Wartezeiten - nicht sehr beliebten technischen Kontrollen kommen würde. Nachdem der Minister den umgeänderten Text vor wenigen Wochen in der Abgeordnetenkammer deponierte, wurde der Entwurf gestern Morgen in der zuständigen Parlamentskommission präsentiert. Anschließend stellte François Bausch seine Pläne am Nachmittag der Presse vor.

Neufahrzeuge nicht mehr kontrolliert

Mit dem neuen Gesetz soll die Kontrolle für Neufahrzeuge abgeschafft werden. Außerdem ist ein erster Besuch in einer Kontrollstation erst nach vier Jahren vorgesehen, bis dato müssen die Wagen schon nach dreieinhalb Jahren kontrolliert werden. Eine zweite Kontrolle ist dann für Autos oder leichte Anhänger mit einem Gewicht von 750 bis 3.500 kg nach sechs Jahren vorgesehen. François Bausch erklärte bei der Präsentation, dass die „Société Nationale de Contrôle Technique“ künftig sehr entlastet wird: „Da die Neuwagenkontrolle abgeschafft wird, müssen jährlich im Schnitt 30.000 Wagen weniger in den Kontrollstationen passieren.“

Busse, Lastwagen und Anhänger mit einem Gewicht von über dreieinhalb Tonnen wurden bislang alles sechs Monate inspiziert. In Zukunft werden sie nur noch einmal pro Jahr kontrolliert. Neben den verlängerten Frequenzen sollen Konkurrenzfirmen ein „Agrément“ erhalten können. Dafür müssen sie allerdings ein paar Konditionen erfüllen, unter anderem muss die Kontrolle die Hauptaktivität des Betriebs darstellen. Der Transportminister wünscht sich indes, dass die Neuregelung schon sehr bald in Kraft treten wird: „Das Gesetz soll das Parlament schnell passieren. Wenn die Reform bis zum 1. Januar 2015 in Kraft tritt, bin ich höchst zufrieden.“