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Bettemburg stellt neuen Stauraumkollektor vor

Es war ein Puzzle, aber wir haben es gelöst“: Mit einigen Problemchen hatte die Gemeinde Bettemburg zu kämpfen, doch am Ende konnte man das Projekt „Regenrückhaltebecken“ und Sonnenpromenade angehen, sagte Bürgermeister Laurent Zeimet (CSV) gestern.

„Die Generalentwässerungsplanung der Gemeinde Bettemburg ist Teil des Gesamtkonzeptes der STEP-Gemeinden und sieht vor, den Zulauf zur Kläranlage so zu regeln, dass die Kapazitäten der Kläranlage optimal im Sinne des Umweltschutzes genutzt werden können“, erklärte Schöffe Gusty Graas (DP) in Anwesenheit von Umweltministerin Carole Dieschbourg (déi gréng) beim offiziellen Spatenstich für das Regenüberlaufbecken.

Zum einen soll hier das gedrosselte Schmutzwasser aus den Nachbargemeinden direkt zur Kläranlage, zum anderen soll das Mischwasser aus der Gemeinde Bettemburg für den Regenfall gepuffert werden und als gedrosselter Abfluss zur Kläranlage gelangen. Verschiedene Regenüberläufe am Ende der Abwassernetze der Ortschaften Noertzingen, Hüncheringen, Fenningen, Abweiler und Bettemburg sind vorhanden.

Des Weiteren ist geplant, die entsprechenden Drosselabflüsse der einzelnen Ortsteile per Mischwasserkanal einem der Kläranlage vorgeschaltetem Regenüberlaufbecken zuzuführen. „Denn die hydraulische Berechnung aus dem Jahr 2004 hat ergeben, dass die Kapazität der Sammler im Regenfall nicht mehr ausreichend ist, um die Abflussmengen aufnehmen zu können“, sagte Graas. Dies kann zu einer zeitweiligen Überlastung der Kläranlage führen.

Folge ist, dass das stark verdünnte Mischwasser ungeklärt in die Alzette abgeleitet wird. Um dem entgegenzuwirken, hat die Gemeinde begonnen, ein Regenüberlaufbecken von 2.400 m³ in Form eines Stauraumkollektors zu bauen. Dabei handelt es sich um einen Pufferbehälter, der den erhöhten Wasserfluss bei Regen aufnimmt und gedrosselt an die Kläranlage weiterleitet, ohne sie zu überlasten. Dieses Projekt wird einen positiven Effekt auf die Wasserqualität der Alzette haben und stellt eine Investition von 6.300.000 Euro dar. Nach Fertigstellung des Projektes wird die Gemeinde über dem Kollektor einen Mehrzweckweg für Fußgänger und Radfahrer einrichten, für 400.000 Euro. Hierbei handelt es sich zum einen um einen Feld- beziehungsweise Wirtschaftsweg und zum anderen um einen Spazier- und Radweg. Dabei verläuft die Trasse durch das „Natura 2000“ Vogelschutzgebiet „Vallée supérieure de l’Alzette“.

Da die „Sonnenpromenade“ ein Naturschutzgebiet durchläuft, waren hier im Rahmen der Planung und der Ausführung erhöhte Anforderungen zu berücksichtigen, wie die Gemeindevertreter betonten.