SAARBRÜCKEN
CHRISTIAN SPIELMANN

Deutschland-Premiere von „Gutland“ in Saarbrücken

Im Saarbrücker „CineStar“ feierte Govinda Van Maeles erster Spielfilm „Gutland“ am Freitagnachmittag im Rahmen des 39. Filmfestivals Max Ophüls Preis Deutschland-Premiere. Der Regisseur war mit vielen Schauspielern, wie Marco Lorenzini und Leo Folschette, Crewmitgliedern, wie Regieassistent Harald Rude, und Produzenten, wie Gilles Chanal und Melanie Blocksdorf, angereist, um seinen im Wettbewerb Spielfilm selektionierten Film zu präsentieren. Speziell Hauptdarsteller Frederick Lau interessierte das Publikum, weil er auch im Eröffnungsfilm „Der Hauptmann“ von Robert Schwentke mitspielte. Der Film, der keinen Preis gewann, wird im Rahmen des kommenden Luxembourg City Film Festivals seine luxemburgische Erstaufführung feiern. Im Kino „Camera Zwo“ lief ebenfalls am Freitag der Film „Der letzte Mentsch“ von Pierre-Henry Salfati.

In bester Verfassung

Das Festival ehrte den deutschen Schauspieler Mario Adorf mit einer Reihe von Filmen. Der mittlerweile 87Jährige zeigte sich in bester Verfassung, als er sich nach der Vorstellung dem Publikum präsentierte und die Fragen von Felix Mauser beantwortete. Man war erstaunt, mit welcher Genauigkeit er sich an die vielen Geschehnisse seiner Karriere erinnerte. Besonders beeindruckend waren seine Erinnerungen an den Zweiten Weltkrieg, den er in Mayen erlebte, wie auch seine Gedanken, die er damals über das Ende des Krieges hegte. „Ich war enttäuscht, dass wir verloren hatten!“, sagte er und erklärte, dass niemand in der Eifel etwas über die Gräueltaten der Nazis wusste. „Als mir dies bewusst wurde, machte sich Scham in mir breit“, fuhr er fort. 1945 war er 15 Jahre alt. Ein Wunsch von ihm war es auch, Karl Marx in einem Film zu spielen. Ein Spielfilm kam nie zustande, doch durfte er in einem Dokudrama zum 200. Geburtstag von Marx, den Gesellschafts-Kritiker spielen.